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25.10.2014

11:36 Uhr

Trotz internationaler Proteste

Iran richtet junge Architektin hin

Trotz internationaler Appelle hat der Iran ein Todesurteil gegen eine 26-Jährige vollstreckt. Die Frau hatte einen Geheimdienstmitarbeiter erstochen. Der Mann hatte sie laut UN-Ermittlungen sexuell belästigt.

Die Iranerin Rejhaneh Dschabbari vor Gericht. Dschabbari hatte im Juli 2007 nach eigenen Angaben ihren Vergewaltiger in Notwehr mit dem Messer getötet. Das Gericht aber verurteile sie wegen Mordes zum Tode. Das Urteil wurde nun vollstreckt. dpa

Die Iranerin Rejhaneh Dschabbari vor Gericht. Dschabbari hatte im Juli 2007 nach eigenen Angaben ihren Vergewaltiger in Notwehr mit dem Messer getötet. Das Gericht aber verurteile sie wegen Mordes zum Tode. Das Urteil wurde nun vollstreckt.

TeheranTrotz internationaler Appelle ist im Iran am Samstag eine 26-jährige Frau nach fünf Jahren in der Todeszelle hingerichtet worden. Die Innenarchitektin Reyhaneh Dschabbari sei im Morgengrauen gehängt worden, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Irna unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft in Teheran. In einer Nachricht auf einer Facebookseite, auf der zur Rettung des Lebens der jungen Frau aufgerufen worden war, wurde die Urteilsvollstreckung bestätigt.

Die 26-Jährige war wegen Mordes an dem Geheimdienstmitarbeiter Mortesa Abdolali Sarbandi verurteilt worden. Dem UN-Sonderberichterstatter für Menschenrechte im Iran, Ahmed Shaheed, zufolge war Dschabbari von Sarbandi als Innenarchitektin engagiert worden. In seiner Wohnung soll er sie sexuell belästigt haben, woraufhin sie ihn in Selbstverteidigung erstochen habe.

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Neben iranischen Schauspielern und anderen Prominenten gab es auch im Westen zahlreiche Stimmen, die eine Aussetzung der Todesstrafe für die junge Frau gefordert hatten. Nach Angaben der Vereinten Nationen und internationaler Menschenrechtsgruppen kam Dschabbaris Geständnis unter massivem Druck und Drohungen seitens der Anklage zustande. Die Uno hat bereits mehr als 250 Hinrichtungen im Iran in diesem Jahr gezählt.

Von

afp

Kommentare (1)

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Herr Wolfgang Trantow

27.10.2014, 08:14 Uhr

Das ist der Islam, den unsere Politiker in Deutschland wollen! Die evang. Kirche unterstützt dies auch noch.

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