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24.08.2012

13:34 Uhr

Trotz Pakistans Protest

USA fliegen erneut Drohnenangriffe

Bei erneuten Drohnenangriffen der USA an der Grenze zu Afghanistan sind nach pakistanischen Geheimdienstangaben 16 Menschen getötet worden. Dabei hatte Pakistan noch am Vortag gegen die Drohnenangriffe Protest eingelegt.

Eine unbemannte Drohne der US-Luftwaffe. dapd

Eine unbemannte Drohne der US-Luftwaffe.

IslamabadEinen Tag nach einem formalen Protest Islamabads gegen amerikanische Drohneneinsätze haben die USA im pakistanischen Grenzgebiet zu Afghanistan gleich drei neue Angriffe geflogen. Dabei seien mindestens 16 Menschen getötet und 14 weitere verletzt worden, sagte ein pakistanischer Geheimdienstmitarbeiter, der anonym bleiben wollte. Unbemannte Flugzeuge hätten am Freitag in der Extremisten-Hochburg Nord-Waziristan Ziele in drei Dörfern mit insgesamt neun Raketen angegriffen.

Ein weiterer Geheimdienstmitarbeiter sagte, unter den Toten seien Extremisten aus Turkmenistan. Radikalislamische Aufständische hätten sich am Freitag zu Treffen zusammengefunden, um über Reaktionen auf einen möglichen Angriff der pakistanischen Armee in Nord-Waziristan zu debattieren. Von dem Stammesgebiet aus greifen unter anderem Kämpfer des Hakkani-Netzwerks ausländische Soldaten in Afghanistan an.

Das Außenministerium in Islamabad hatte am Donnerstag nach Angaben eines Ministeriumssprechers „einen hochrangigen US-Diplomaten“ einbestellt. Dem Diplomaten sei mitgeteilt worden, dass die Drohnenangriffe illegal und inakzeptabel seien, sagte der Sprecher. Pakistan protestiert seit längerem gegen die Angriffe. Die USA ignorieren das.

Bei Gefechten im pakistanischen Grenzgebiet zu Afghanistan töteten Regierungstruppen am Freitag nach Armeeangaben 13 Taliban-Kämpfer. Ein Militärsprecher sagte, zu Gefechten sei es im Stammesgebiet Orakzai und im Distrikt Lower Dir gekommen. In Lower Dir hätten Extremisten von Afghanistan aus angegriffen. Pakistan und Afghanistan werfen sich gegenseitig vor, grenzüberschreitende Angriffe von Aufständischen nicht zu unterbinden.

Von

dpa

Kommentare (11)

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Account gelöscht!

24.08.2012, 14:17 Uhr

Man stelle sich vor Mexiko verfolgt Drogenbarone über die Grenze nach Texas und erwischt aus "Versehen" Unschuldige, was in Afghanistan auch geschah.

Und das immer wieder....

McDonalds, Fernsehen, Pornos, scheinheilge Religiosität, Raffgier bis zum Äußersten.

Welche kleine Minderheit hat die Bevölkerung dazu gemacht?

Raffi

24.08.2012, 15:18 Uhr

+++Beitrag von der Redaktion gelöscht+++

Account gelöscht!

24.08.2012, 17:26 Uhr

Pakistan und Afghanistan werfen sich gegenseitig vor, grenzüberschreitende Angriffe von Aufständischen nicht zu unterbinden.
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Also , Terroristen arbeiten in diesem Gebiet praktisch Grenzüberschreitend .
Die Amerikaner haben beste Informationen über Terroristen die von ihnen unter Beobachtung stehen , glauben sie wirklich , nur weil sie sich vielleicht 10 km im Nachbarland befinden sind sie sicher und können Morden und foltern wie sie wollen ?
Terroristen werden in den USA genauso behandelt wie in Pakistan oder Afghanistan .
Wer in Deutschland ein Taschenmesser mit gewissen Eigenschaften bei sich hat , sie nach Aufforderung nicht ablegt sollte sich auch in Deutschland nicht auf das nächste Frühstück freuen .
Recht so !!!!

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