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28.11.2015

09:35 Uhr

Trotz Protesten

Japan nimmt umstrittenen Walfang in Antarktis wieder auf

4000 Zwergwale will die japanische Fischereibehörde in den kommenden zwölf Jahren töten lassen – zu „wissenschaftlichen Zwecken“. Die Uno urteilt: Das Programm sei ein Feigenblatt für den kommerziellen Walfang.

Walfleisch gilt in vielen Ländern als Delikatesse – und das, obwohl oft hohe Schadstoffbelastungen festgestellt werden. dpa

Kommerzieller Walfang

Walfleisch gilt in vielen Ländern als Delikatesse – und das, obwohl oft hohe Schadstoffbelastungen festgestellt werden.

TokioNach einem Jahr Pause macht Japan wieder Jagd auf Wale in der Antarktis: Trotz internationaler Proteste und Kritik der Vereinten Nationen werde der Walfang in der spätestens im März beginnenden Saison wieder aufgenommen, meldete die japanische Nachrichtenagentur Kyodo News am Samstag. Die japanische Fischereibehörde beschloss demnach am Freitag, der Walfang zu „wissenschaftlichen Zwecken“ sei weiterhin „angemessen“.

Die Internationale Gerichtshof der Uno hatte im vergangenen März geurteilt, das sogenannte „wissenschaftliche“ Walfangprogramm der Japaner in der Antarktis sei nur ein Feigenblatt für die Jagd aus kommerziellen Gründen. Tokio hatte zwar eine Saison die Jagd ausgesetzt, aber eine Wiederaufnahme des Programms im reduzierten Umfang angekündigt: Stadt eintausend sollten künftig pro Saison noch 333 Zwergwale gefangen werden. Nach Meinung der Internationalen Wahlfangkommission (IWC) hat Japan aber keine ausreichenden Gründe geliefert, warum in den kommenden zwölf Jahren zu „wissenschaftlichen Zwecken“ fast 4000 Zwergwale getötet werden sollten.

Verschiedene japanische Medien berichteten, die ersten Waljäger könnten schon im Dezember in See stechen. Die Fischereibehörde wollte zunächst keine Stellungnahme dazu abgeben. Bislang wies sie Kritik am Walfang mit der Einschätzung zurück, die Zwergwale seien nicht vom Aussterben bedroht.

Von

afp

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