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01.11.2011

14:38 Uhr

Trotz Schuldenkrise

Rumänien hält an Euro-Einführung fest

Bis 2015 will Rumänien die europäische Gemeinschaftswährung einführen. Daran ändert auch das ewige Auf und Ab in der Schuldenkrise offenbar nichts. Sogar ein früherer Zeitpunkt sei denkbar.

Rumänische und EU-Flaggen. Reuters

Rumänische und EU-Flaggen.

BukarestUngeachtet der europäischen Schuldenkrise hält Rumänien offenbar am Ziel der Euro-Einführung bis 2015 fest. Premier Emil Boc und Nationalbankchef Mugur Isarescu bekräftigten diesen Plan bei einer Sitzung des sogenannten interministeriellen Komitees, das die Euro-Einführung vorbereiten soll, wie das Nachrichtenportal punkto.ro am Dienstag berichtete. Demnach war dem Beschluss eine eingehende Analyse der Lage in der Eurozone und der internationalen Wirtschaftsentwicklung vorangegangen. Die Einhaltung der Maastricht-Bestimmungen für einen Beitritt zur Währungsunion halte die rumänische Regierung für „machbar“.

Zentrale Konvergenzkriterien sind ein Staatsdefizit von maximal drei Prozent und eine Gesamtverschuldung von höchstens 60 Prozent. Im vergangenen Jahr lag die Schuldenlast Rumäniens nur bei knapp über 30 Prozent. Das Defizit erreichte 2010 jedoch 6,6 Prozent. Die rumänische Regierung hatte vergangene Woche allerdings einen Sparhaushalt lanciert, mit dem sie das Defizitkriterium bereits im kommenden Jahr erfüllen will. Wichtigste Mittel, um dieses Ziel zu erreichen, seien die Privatisierung gut wirtschaftender Gehälter von Staatsbediensteten sowie die Renten sollen eingefroren werden.

Zuletzt hatte der Chefvolkswirt der Nationalbank, Valentin Lazea, die Regierung zu weiteren Sparmaßnahmen gedrängt. Selbst bei einem Wachstum von vier Prozent sei das Drei-Prozent-Ziel sonst nicht zu erreichen, sagte er. Experten prognostizieren derzeit ein Wachstum von zwei Prozent für 2012. Besser schätzt Lazea die Situation bei der Inflation ein, die laut Maastricht-Vertrag maximal 1,5 Prozent höher liegen darf als in den drei preisstabilsten Euro-Staaten. Zuletzt erreichte die Jahresinflationsrate in Rumänien mit 3,5 Prozent den niedrigsten Wert seit 1990.

Die Wirtschaft unterstützt den Regierungsplan zur schnellen Euro-Einführung. Der Vorsitzende des rumänischen Außenhandelsverbands, Mihai Ionescu, sprach sich nach der Sitzung des interministeriellen Komitees ebenfalls für das Zieldatum 2015 aus. Auch eine frühere Euro-Einführung sei denkbar, zitierte punkto.ro den Verbandschef. Die rumänischen Exporte seien zu mehr als zwei Dritteln eng mit der Eurozone verbunden. Ionescu verwies zudem auf den „Währungsstress“, von dem die rumänische Wirtschaft durch einen Beitritt zum Euro-Raum befreit würde.

Von

dapd

Kommentare (9)

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SchaeubleHILF

01.11.2011, 15:34 Uhr


# Ungeachtet der europäischen Schuldenkrise hält Rumänien offenbar am Ziel der Euro-Einführung bis 2015 fest....#

Wenn es den Euro dann noch gibt. Momentan wird er mit aller Gewalt zu Tode "gerettet" und ins Jenseits "gehebelt".


# Die Einhaltung der Maastricht-Bestimmungen für einen Beitritt zur Währungsunion halte die rumänische Regierung für „machbar“. #

Die Machbarkeit dürfte kein Problem sein, wenn sie sich dabei wie Griechenland von Mario Draghi und seiner Goldman Sachs bei der kreativen Bilanzierung helfen lassen. Seit kurzem können dabei auch Schäuble und seine HRE/FMS-Topexperten mit 55,5 Milliarden mehr oder weniger helfen. Sind ja nur peanuts, weil nur dem Deutschen Staat gehörend.

Auf.ins.EuroParadies

01.11.2011, 15:49 Uhr

# Rumänien hält an Euro-Einführung fest

Bis 2015 will Rumänien die europäische Gemeinschaftswährung einführen.#

Griechenland beweist doch, dass die Gemeinschaftswährung doch der wahre Himmel ist. Selbst verstorbene griechische Rentner bekommen noch im Himmel von den Deutschen 8 Milliarden Euro Paradieszulage über 10 Jahre. Es ist allerdings noch nicht geklärt, wie das Geld von der griechischen Regierung in den Himmel geschickt wurde. Eurokritiker befürchten, dass die Euros mit dem X zusammen mit den anderen 260 Milliarden unterschlagener Euros auf Schweizer gebunkert werden.

EuroBereicherung

01.11.2011, 15:55 Uhr

# Wichtigste Mittel, um dieses Ziel zu erreichen, seien die Privatisierung gut wirtschaftender Gehälter von Staatsbediensteten sowie die Renten sollen eingefroren werden. #

Der Autor ist vor lauter Freude über die Euro-Bereicherung auf seiten der Rumänen schon ganz verwirrt.

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