Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

29.04.2012

22:28 Uhr

Trotz Waffenruhe

Syrische Rebellen greifen von See aus an

An der nordsyrischen Küste hat nach Regierungsangaben ein Gruppe Aufständischer einen Militärstützpunkt angegriffen. Trotz vereinzelter Kämpfe scheint die Uno-Beobachtermission aber die Lage im Land zu beruhigen.

Der Chef der Uno Beobachtermission, General Robert Mood aus Norwegen. Reuters

Der Chef der Uno Beobachtermission, General Robert Mood aus Norwegen.

BeirutIn Syrien greifen die Aufständischen nun auch vom Mittelmeer aus an. Rebellen näherten sich am Wochenende in Schlauchbooten einem Militärstützpunkt etwa 35 Kilometer südlich der Grenze mit der Türkei und beschossen eine dort stationierte Armee-Einheit, wie die staatliche Nachrichtenagentur Sana meldete.

Insgesamt kamen bei Angriffen des Militärs und einem Anschlag auf Sicherheitskräfte mindestens 15 Menschen ums Leben. Russland verurteilte die Angriffe von Oppositionellen als barbarisch. Nach Angaben von Aktivisten ist die Gewalt seit dem Eintreffen von UN-Beobachtern mancherorts jedoch zurückgegangen.

Russland warf den Aufständischen die Verletzung der seit rund zwei Wochen geltenden Waffenruhe vor. „Die Waffenpause wurde vor allem deswegen nicht voll umgesetzt, weil Bewaffnete der Opposition immer wieder zu provozieren versuchen“, erklärte Außenminister Sergej Lawrow in Moskau. Die Positionen beider Länder deckten sich in der Frage zu 100 Prozent, sagte der stellvertretende chinesische Außenminister Cheng Guoping während eines Besuchs in Moskau.

Kämpfe in Syrien: Regierungskräfte sollen erneut getötet haben

Kämpfe in Syrien

Regierungskräfte sollen erneut getötet haben

Die Aktivisten sprachen von zehn Opfern, darunter Rebellen und Zivilisten.

Die beiden Staaten gelten als die engsten Verbündeten des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad und haben im UN-Sicherheitsrat wiederholt ein härteres Vorgehen verhindert. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hatte der syrischen Regierung am Donnerstag vorgeworfen, den vereinbarten Friedensplan nicht einzuhalten.

Kommentare (3)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

no_answer

30.04.2012, 02:22 Uhr

man sollte auch mal nachfragen, woher die "Rebellen" die Waffen haben...

Letztendlich sind die wohlmöglich gar nicht die "Gewünschten", oder doch?

Babitsin

30.04.2012, 10:37 Uhr

Zwischenzeitlich erscheint mir die Regierung Assad als einziger politischer Stabilisator in dem Land. Verbrechen der Sicherheitsorgane sind dennoch zu verfolgen. Verbrechen der Rebellen jedoch ebenso. Es ist eben nicht so, dass Assad der Böse und die Rebellen die Guten sind. Das haben wir schon in Afghanistan, Irak und Nordafrika erkennen müssen. Wir helfen den sogenannten Befreiern und als Resultat nehmen wir von den Befreiern befreite Bevölkerungsgruppen anschließend mit Asylantrag bei uns auf. Verkehrte Welt!?

Sulo

01.05.2012, 13:13 Uhr

Die sogenannten Rebelen und Freie Syrische Armee sind nichts anderes als Terroristen und die Förderer dieser Terroristen sind die Saudis, Libyer, Türken und der Westen. Nicht zum ersten Mal sind die anderen die guten und
wer die bösen und Kriegstreiber sind ist mehr als offensichtlich.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×