Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

05.07.2017

17:25 Uhr

Trump auf Twitter

Verärgerung über China wegen Nordkorea

Der US-Präsident Donald Trump zeigt sich auf Twitter über die Handelspolitik Chinas gegenüber Pjöngjang entrüstet. Der Handel zwischen den beiden Ländern sei stark gestiegen. Sanktionen sähen anders aus.

Nach Raketentests

USA: „Im Extremfall zu Militäreinsatz gegen Nordkorea bereit“

Nach Raketentests: USA: „Im Extremfall zu Militäreinsatz gegen Nordkorea bereit“

Ihr Browser unterstützt leider die Anzeige dieses Videos nicht.

Washington/SeoulNach dem jüngsten Raketentest Nordkoreas hat US-Präsident Donald Trump die Handelspolitik Chinas gegenüber Pjöngjang kritisiert. „Der Handel zwischen China und Nordkorea wuchs im ersten Quartal um fast 40 %“, twitterte Trump am Mittwoch. „So viel dazu, dass China mit uns zusammenarbeitet – aber wir mussten es versuchen!“ Die USA fordern nach dem Raketentest Nordkoreas vom Dienstag einen härteren Kurs der Weltgemeinschaft gegenüber Pjöngjang. Am (heutigen) Mittwoch war eine UN-Dringlichkeitssitzung zu Nordkorea geplant.

Seit seinem Einzug ins Weiße Haus hat Trump versprochen, sich entschlossener gegen Nordkorea zu stellen, und versucht, China als wichtigsten Handelspartner des Landes dazu zu bringen, den Druck auf den Norden zu erhöhen. Doch hat keine der Strategien schnelle Ergebnisse geliefert. Nach seinem ersten Treffen mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping im April hatte sich Trump optimistisch geäußert, dass die beiden zusammenarbeiten würden, um das Atomprogramm Nordkoreas einzuschränken.

Wie die USA und Südkorea bestätigten, hatte Nordkorea am Dienstag eine ballistische Interkontinentalrakete gestartet. In seiner ersten Reaktion auf den Start hatte Trump China bei Twitter aufgefordert, hart gegen Nordkorea vorzugehen „und diesen Unsinn ein für alle mal zu beenden“.

Der nordkoreanische Handel erfolgt zu rund 90 Prozent über China. Peking will den wirtschaftlichen Druck auf das Nachbarland nicht allzu sehr erhöhen, zum Teil aus Angst vor Instabilität und einer möglichen Fluchtwelle aus Nordkorea.

Die USA hatten zusammen mit Südkorea und Japan – den beiden US-Verbündeten, die durch Nordkorea am stärksten gefährdet sind – eine Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats gefordert, die für Mittwochnachmittag (Ortszeit) angesetzt war.

Nach dem Test der ballistischen Interkontinentalrakete drohte Nordkorea Richtung Washington mit weiteren Waffentests. Machthaber Kim Jong Un habe seine Wissenschaftler aufgefordert, regelmäßig „kleine und große Geschenke“ an „die Yankees“ zu schicken, teilte die staatliche Nachrichtenagentur KCNA am Mittwoch mit. Der Abschuss der Rakete am Vortag wurde in der Stellungnahme in höchsten Tönen gelobt – diese sei auch in der Lage, einen Atomsprengkopf zu tragen. Nach jüngster US-Geheimdiensteinschätzung verfügt der Norden wahrscheinlich noch nicht über die Fähigkeit, einen Atomsprengkopf auf eine ballistische Interkontinentalrakete zu setzen.

Raketentest in Nordkorea: Kim Jong Un testet Donald Trump

Raketentest in Nordkorea

Premium Kim Jong Un testet Donald Trump

Nordkorea hat nach eigenen Angaben erstmals eine Interkontinentalrakete getestet. Der Test sei der „letzte Schritt“ beim Bau eines „mächtigen Atomstaats, der überall auf der Welt angreifen kann“. Wie reagiert Trump?

Kim versprach laut KCNA, sein Land werde niemals von dem Nuklearprogramm ablassen. US-Außenminister Rex Tillerson dagegen hatte am Dienstagabend betont, die USA würden niemals ein Nordkorea mit Nuklearwaffen akzeptieren. Der Test stelle eine neue Stufe der Eskalation der Bedrohung für die USA dar, sagte der Chefdiplomat. Tillerson kündigte „stärkere Maßnahmen“ an, um Nordkorea zur Rechenschaft zu ziehen. „Globale Schritte sind notwendig, um eine globale Bedrohung zu stoppen.“ Jedes Land, das Pjöngjang wirtschaftliche oder militärische Unterstützung gebe, oder sich nicht an die Resolution des Sicherheitsrats halte, unterstütze ein „gefährliches Regime“.

Die USA und Südkorea reagierten am Dienstag auf die nordkoreanische Provokation, indem Soldaten Präzisionsraketen in südkoreanische Gewässer feuerten, wie aus US-Militärkreisen verlautete.

Von

ap

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×