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24.05.2017

10:46 Uhr

Trump beim Papst

„Frieden können wir gebrauchen“

Donald Trump hat im Vatikan Papst Franziskus getroffen. Der schenkte dem US-Präsidenten seine Enzyklika „Laudato si'“. Trump versprach sie zu lesen. In der Schrift befasst sich der Papst mit Umwelt- und Klimaschutz.

Bei Themen wie Migration oder Umweltschutz sind die beiden höchst unterschiedlicher Meinung. AP

Trump beim Papst

Bei Themen wie Migration oder Umweltschutz sind die beiden höchst unterschiedlicher Meinung.

RomHandschlag vom Pontifex: Papst Franziskus hat US-Präsident Donald Trump zu einer halbstündigen Privataudienz im Vatikan empfangen. Der Besuch sei ihm eine „große Ehre“, erklärte Trump am Mittwochmorgen. Am Ende seines Besuchs versicherte Trump dem Papst, dessen Worte nicht zu vergessen. „Danke, danke, ich werde nicht vergessen, was Sie gesagt haben“, sagte der US-Präsident. Über den Inhalt des Gesprächs wurde zunächst nichts bekannt.

Nach der Audienz überreichten sich Trump und der Papst Geschenke. Der Papst schenkte Trump eine Medaille, auf der ein Olivenzweig zu sehen ist. „Ein Symbol des Friedens“, sagte der Argentinier. Trump antwortete: „Frieden können wir gebrauchen.“ Mit auf den Weg gab der Papst Trump auch seine 2017 veröffentlichte Friedensbotschaft sowie drei seiner Schreiben – darunter seine zweite Enzyklika „Laudato si'“, die sich mit dem Umwelt- und Klimaschutz befasst, ein Thema, bei dem Trumps und Franziskus' Positionen weit auseinander gehen. „Ich werde sie lesen“, sagte Trump.

Der US-Präsident schenkte dem Pontifex eine Box mit Büchern von Martin Luther King. „Dies ist ein Geschenk für Sie“, sagte Trump. „Es sind Bücher von Martin Luther King. Ich hoffe, sie werden Ihnen gefallen.“

Zu Beginn des Treffen hatte der Papst zunächst sehr ernst geschaut, später lächelte er aber auch viel. Es war die erste Begegnung zwischen dem Katholikenoberhaupt und dem Republikaner, die bei zentralen politischen Themen grundsätzlich andere Anschauungen vertreten.

Trump wurde bei der Ankunft begleitet von seiner Frau Melania und Tochter Ivanka, die beide schwarze Kleider und schwarze Schleier trugen. Begrüßt wurden sie vom deutschen Präfekten des Päpstlichen Hauses, Georg Gänswein, der die Delegation durch den Palast führte.

Trump und der Papst gelten als sehr unterschiedliche Persönlichkeiten. Auch ihre politischen Positionen liegen weit auseinander, vor allem bei den Themen Migration und Umweltschutz.

Der Papst hatte Trump im Wahlkampf für sein Vorhaben kritisiert, eine Mauer an der Grenze zu Mexiko zu bauen. Trump nannte diese Äußerungen schändlich und sagte, Franziskus sei von Mexikos Regierung irregeleitet worden.

Trump ist nicht für eine überzeugte Religiosität bekannt. Andere Präsidenten zeigten ihren Glauben oft leidenschaftlich, bei dem 70-Jährigen fehlt das. Er ist Presbyterianer, das ist der größte Zweig der reformierten Kirchen. Er bezeichnet sich als Protestant. Mit dem christlichen Gedanken der Vergebung kann er nach eigenem Bekunden nichts anfangen.

Trump trifft Papst Franziskus: Dialog mit Schwierigkeiten

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Am Mittwoch ist Donald Trump zur Audienz im Vatikan bei Papst Franziskus. Das Treffen wurde erst kurzfristig in das Reiseprogramm des US-Präsidenten eingebaut. Denn bisher herrschte zwischen beiden Eiszeit.

Der Besuch in Rom war zugleich sein erster Aufenthalt in Europa als Präsident. Überall in der Stadt waren die Sicherheitsvorkehrungen extrem hoch. Am Petersplatz sammelten sich zahlreiche Touristen, die auf Einlass zur mittwochs üblichen Generalaudienz warteten.

Im Anschluss an die Audienz wollte der Präsident sich zu Gesprächen mit Italiens Staatspräsident Sergio Mattarella und Regierungschef Paolo Gentiloni treffen.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Herr Günther Schemutat

24.05.2017, 11:12 Uhr

Das Trump nicht besonders Religiös ist und sich als Protestant bezeichnet, macht ihn noch Sympathischer. Das der Glaube an Gott in beiden Kirchen erodiert, ist das Ergebnis von Gemütlichkeit der Kirchenbeamten und eines Füllhorns das sich Kirchensteuer nennt. Müsste die Kirche sich über Spenden finanzieren, würde sich die Spreu vom Weizen trennen und zurück blieben die Kirchenbeamten die fest Glauben. Die wiederum könnten wieder für ein Zulauf sorgen, wenn sie Glaubwürdig
rüberkommen.

Das der Papst und Trump sich ähnlich sind will ich nicht sagen, aber beide sind mächtig und führen Milliardenschwere Unternehmen. Wie das so ist sind in einem großen Haus viele unterwegs ,die ihre eigenen Ziele verfolgen und ausführen.
damit müssen beide fertig werden.

Eines eint beide, dass sind Worte die Aufmerksamkeit schaffen.

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