Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

22.12.2016

21:52 Uhr

Trump-Berater

Icahn nimmt Banken- und Umweltrecht ins Visier

Die Kontrolle sei übertrieben, die Konzerne wie „im Krieg“ mit der Regierung. In seiner Rolle als Berater des designierten US-Präsidenten Donald Trump will Großinvestor Carl Icahn das Banken- und Umweltrecht reformieren.

„Aber in manchen Bereichen ist sie wortwörtlich absurd geworden“, sagte Großinvestor Carl Icahn während eines Interviews mit dem Fersehsender CNBC über Regulierungen. AP

Carl Icahn

„Aber in manchen Bereichen ist sie wortwörtlich absurd geworden“, sagte Großinvestor Carl Icahn während eines Interviews mit dem Fersehsender CNBC über Regulierungen.

WashingtonDer Großinvestor Carl Icahn will in seiner Rolle als Berater des künftigen US-Präsidenten Donald Trump vor allem auf eine Reform des Banken- und Umweltrechts dringen. Die Regulierung gerade in diesen Bereichen bremse die US-Wirtschaft aus, sagte Icahn am Donnerstag in einem Interview des Fernsehsenders CNBC.

Die Kontrolle sei übertrieben, hindere Unternehmen an Investitionen und sorge dafür, dass sich die Konzerne wie „im Krieg“ mit der Washingtoner Regierung fühlten. Er sei ganz und gar nicht gegen Regulierung. „In der Tat glaube ich irgendwie, dass man eine Rechtsstaatlichkeit braucht“, betonte Icahn. „Aber in manchen Bereichen ist sie wortwörtlich absurd geworden.“

Carl Icahn wird wichtiger Trump-Berater: Schon lange beste Freunde

Carl Icahn wird wichtiger Trump-Berater

Premium Schon lange beste Freunde

Der künftige US-Präsident macht den gefürchteten Wall-Street-Investor zum Chefberater beim Abbau von Regulierung. Die Berufung ist ein deutliches Beispiel dafür, wie Trump Amerikas Politik an die Wall Street verschenkt.

Neben der Finanzbranche nimmt der milliardenschwere Unternehmer mit Beteiligungen in verschiedensten Wirtschaftszweigen vor allem ein bestimmtes Umweltrecht ins Visier. Dabei geht es um Öko-Auflagen für eine spezielle Art von Ölkonzernen.

Icahn selbst ist an einem solchen Unternehmen, CVR Energy, maßgeblich beteiligt. CVR-Aktien schossen am Donnerstag zwölf Prozent in die Höhe, als Trump den 80-Jährigen zu seinem Regulierungsberater kürte.

In dem Interview sagte der vielen für sein aggressives Geschäftsgebaren bekannte Icahn, er verstehe die Aufregung um angebliche Interessenskonflikte durch seine Beratertätigkeit nicht. „Im Wesentlichen werde ich weiter mit Donald reden, wie ich es vorher auch schon getan habe.“

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×