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01.04.2017

13:46 Uhr

Trump-Clan

Eine schrecklich mächtige Familie

Amerikas First Family ist groß – und mächtig. Seitdem der Trump-Clan ins Weiße Haus eingezogen ist, gibt es täglich neue Schlagzeilen über die Familie des US-Präsidenten. In den meisten Fällen sind es negative.

Vor allem Tochter Ivanka (3.v.r.) und ihre Ehemann Jared Kushner (2.v.r.) haben großen Einfluss auf den US-Präsidenten. AP

Der Trump-Clan

Vor allem Tochter Ivanka (3.v.r.) und ihre Ehemann Jared Kushner (2.v.r.) haben großen Einfluss auf den US-Präsidenten.

WashingtonMit dem Trump-Clan ist es ein bisschen so wie mit den Königshäusern in Europa. Es gibt immer etwas zu reden. Amerikas First Family ist groß, sie bietet reichlich Erzählstoff. Glamouröse Schnappschüsse inklusive. Das war in dieser Woche nicht anders.

Melania Trump hat bessere Beliebtheitswerte als ihr Mann und tritt wieder einmal ins Rampenlicht. Ivanka Trump arbeitet nun offiziell im Regierungsapparat ihres Vaters, will aber kein Geld dafür haben. Und ihr Mann Jared Kushner bekommt einen neuen Posten im Weißen Haus. Für reichlich negative Schlagzeilen sorgte allerdings, dass er bald im Geheimdienstausschuss aussagen muss – zu einem Treffen mit dem russischen Botschafter.

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Es sind Jared und Ivanka, die fast immer an der Seite des Präsidenten zu sehen sind und uneingeschränkten Zugang zu ihm haben. Ivanka ist Trumps Tochter aus erster Ehe, der Präsident verehrt sie. Die 35-Jährige war dabei, als ihr Vater den kanadischen Premierminister Justin Trudeau empfing. Sie saß neben Angela Merkel, als die Kanzlerin vor einigen Tagen Washington besuchte. In der vergangenen Woche bezog die einstige Vizepräsidentin der „Trump Organization“ ein Büro im Westflügel des Weißen Hauses.

Aber Ivanka tat das alles, ohne eine offizielle Funktion zu haben. Das sorgte für Kritik, Ethikexperten beklagten Interessenkonflikte. Das kam nicht von ungefähr, griff der Präsident doch unlängst eine Kaufhauskette an, weil diese die Kollektion seiner Tochter aus dem Sortiment genommen hatte.

Seit Mittwoch hat Ivanka Trump einen offiziellen Titel: „Assistant to the President“. Ein Gehalt bekommt sie dafür nicht. Die Absolventin einer Ivy-League-Uni kümmert sich um „weichere“ Themen: Frauen, Gleichberechtigung, Gesundheit. Sie war schon im Wahlkampf bemüht, von ihrem Vater das Bild eines Mannes zu zeichnen, der Frauen fördert und ein großzügiger Unternehmer ist.

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Eine mächtige neue Behörde im Weißen Haus soll wichtige Trump-Projekte wie die Radikalreform der Bundesverwaltung vorantreiben. Geführt wird das Amt von Jared Kushner. Der weiß, was der Schwiegervater von ihm erwartet.

Ihr Mann Jared Kushner zieht hinter den Kulissen die Strippen in Trumps Außenpolitik, hält den Kontakt zu anderen Regierungen und ist zuständig für den Nahost-Konflikt. In dieser Woche wurde der 36-Jährige zusätzlich mit dem Umbau des Regierungsapparats beauftragt. Dazu soll er ein neu geschaffenes „Amt für amerikanische Innovation“ leiten.

Dass ein innerer Zirkel aus Familienmitgliedern die Geschicke eines Landes lenkt, ist etwas, was an manchen Staaten in Afrika oder Südamerika kritisiert wird. Für eine westliche Demokratie ist es ungewöhnlich.

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