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05.07.2017

18:12 Uhr

Trump in Polen

Warschau wünscht sich gesicherte US-Militärpräsenz

Als Reaktion auf die Ukrainekrise wurden in Polen mehr Soldaten stationiert. Der osteuropäische Staat wünscht sich, dass das von den USA geführte Bataillon erhalten bleibt. Die Bedrohung aus Moskau sei allgegenwärtig.

Die Ostflanke wird durch einige US-Militärfahrzeuge verstärkt. dpa

Soldaten in Polen

Die Ostflanke wird durch einige US-Militärfahrzeuge verstärkt.

WarschauPolen erhofft sich vom Besuch des US-Präsidenten Donald Trump, dass er sich klar zur US-Militärpräsenz in dem Land bekennt. „Wir möchten die Zusicherung erhalten, dass US-amerikanische Soldaten in Polen bleiben, so lange es von Osten her eine Bedrohung gibt“, sagte Außenminister Witold Waszczykowski am Mittwoch nach Angaben der Agentur PAP. Bei den für Donnerstag mit Trump in Warschau anberaumten Gesprächen werde Russland gewiss Thema sein. „Denn östlich der polnischen Grenze zieht sich der endlose russisch-ukrainische Konflikt hin“, sagte er.

Die mittelosteuropäischen Nato-Mitglieder Polen, Estland, Lettland und Litauen fühlen sich seit Beginn der Ukrainekrise verstärkt von Moskau bedroht. Als Reaktion beschloss die Nato 2016 die Entsendung von je etwa 1000 Soldaten in die Länder. Die USA führen das Bataillon in Polen an. Außerdem liegt im westpolnischen Sagan das Hauptquartier einer US-Panzerbrigade. Insgesamt befinden sich etwa 5000 US-Soldaten in dem Land.

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Trump wurde vor dem G20-Gipfel in Deutschland am Mittwochabend in Polen erwartet. Die beiden Länder sind traditionell enge Verbündete. Trumps Kritik an der Nato hatte in Polen aber für Unruhe gesorgt. Es wird dennoch erwartet, dass die polnische Regierung Trump einen warmherzigen Empfang bereitet.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Herr Hans Henseler

05.07.2017, 18:37 Uhr

Polen ist ein souveraenes Land und kann soviele GIs einladen wie es will.
Zahlen die Polen auch Stationierungskosten?

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