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23.01.2017

17:44 Uhr

Trump trifft Elon Musk und Co.

Tag der Arbeit im Weißen Haus

An seinem ersten Arbeitstag im Weißen Haus empfängt Donald Trump führende Industriebosse. Elon Musk, Michael Dell und andere kommen – und werden vom Präsidenten auf eine Produktion innerhalb der USA eingeschworen.

Donald Trump trifft Wirtschaftsbosse wie Elon Musk (l. neben Trump). AP

Businessfrühstück im Weißen Haus

Donald Trump trifft Wirtschaftsbosse wie Elon Musk (l. neben Trump).

WashingtonUS-Präsident Donald Trump will mit Steuersenkungen und einem drastischen Abbau von Vorschriften die heimische Industrie stärken. Unternehmen würden für den Bau von Fabriken rasch die erforderlichen Genehmigungen erhalten, kündigte Trump am Montag in Washington im Beisein von Konzernchefs wie Elon Musk (Tesla), Michael Dell (Dell) und Andrew Liveris (Dow) an (hier geht es zur Übersicht).

Wer in den USA produzieren lasse, erhalte Vorteile. Wer dagegen ins Ausland gehe, müsse mit hohen Zöllen auf Lieferungen in die USA rechnen. Trump versprach kräftige Steuersenkungen für Unternehmen um 15 bis 20 Prozent und die Mittelschicht. „Alles, was sie tun müssen, ist zu bleiben“, sagte Trump. Angesichts der reduzierten Steuern und abgebauten Regulierungen gebe es für Firmen keinen Grund mehr, außerhalb der USA zu produzieren.

Zudem sollen Regulierungsvorschriften um 75 Prozent oder mehr gesenkt werden. Diese seien außer Kontrolle geraten. Welche Bereiche genau betroffen sind und ob es um Gesetze oder Vorschriften geht, sagte er nicht. Der Fokus seiner ersten vollen Woche im Amt solle auf den Themen Arbeitsplätze und nationale Sicherheit liegen, twitterte Trump.

Der Republikaner griff auch die beiden führenden asiatischen Exportnationen China und Japan an. Diese erschwerten den Verkauf von US-Produkten auf ihren Märkten. Trump hat das Thema Arbeitsplätze in den USA zu einem Schwerpunkt seines Wahlkampfs gemacht. Seine Präsidentschaft stellte er unter das Motto „Amerika zuerst“. Trump kündigte den Firmenchefs zugleich an, er sei immer für Gespräche offen. Solche Treffen könnten bei Bedarf vierteljährlich stattfinden.

Die US-Börsen verringerten nach den Aussagen Trumps ihre vorbörslichen Verluste. Dennoch hielten sich die US-Anleger am Montag zurück: Der Dow-Jones-Index der Standardwerte eröffnete nahezu unverändert bei 19.823 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 pendelte um seinen Schlusskurs vom Freitag bei 2.271 Zählern. Der Index der Technologiebörse Nasdaq legte leicht um 0,1 Prozent auf 5.564 Stellen zu.

Die offizielle Agenda von Trumps erstem Montag im Amt sieht das Unterzeichnen präsidialer Erlasse vor, außerdem seine Teilnahme am täglichen Briefing, die Unterrichtung über Belange der nationalen und internationalen Sicherheit. Nach Informationen des Senders NBC wollte Trump noch am Montag Erlasse über Neuverhandlungen des nordamerikanischen Freihandelsabkommens Nafta und zur Ankündung des Abkommens über die Transpazifische Partnerschaft (TPP) unterzeichnen.

Am Nachmittag will Trump im Weißen Haus Gewerkschaftsführer und Arbeiter treffen. Ein Treffen mit den Führern des Kongresses wird gefolgt von einer Unterredung mit Paul Ryan, dem Sprecher des Repräsentantenhauses.

Unterdessen haben Verfassungsrechtler in den USA eine Klage gegen Trump im Zusammenhang mit seinen Geschäftsinteressen eingereicht. Sie werfen ihm vor, dass Einkünfte seiner Hotels und anderer Geschäfte gegen eine Klausel verstoßen, wonach Amtsträger keine Geschenke oder Nebeneinkünfte von ausländischen Regierungen annehmen dürfen, wie die „New York Times“ am Sonntag (Ortszeit) berichtete. Die liberale Überwachungsorganisation „Citizens for Responsibility and Ethics in Washington“ befürchtet demnach eine Einflussnahme ausländischer Mächte auf die US-Politik. Der Präsidentensohn Eric Trump, der dem Familiengeschäft als Vizepräsident vorsteht, wehrte sich gegen die Vorwürfe und nannte sie reine Schikane.

Kommentare (4)

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Baron v. Fink

23.01.2017, 17:19 Uhr

Die Amis werden einen Aufschwung haben. Meine Aktien werden ins Unendliche steigen wie die Dividenden und Arbeitsplätze. Der Wohlstand selbst für den Mob, für die EU-Räte ein unglaublicher Zustand, wird wieder kommen. Das Gesabel über die notwendige gobale Wirtschaft findet ihr Ende und die Finken kassieren wieder,
Den Gürtel enger schallen, Klima retten, teure Energie alles Blödsinn. Bliige Energie
sinnvoll angewand und richtig Geld verdienen. Wohlstand für alle, so Ludwig Erhard,
so geht das Ha Ha Ha

Baron v. Fink

23.01.2017, 18:26 Uhr

TPP ist tot, ich falle in Ekstase. Die Rechtstaatlichkeit die Voraussetzung für Geschäfte wird wieder hergestellt. Dividenden und Wohlstand unglaublich,
das ist wohl eine Flasche Rothschild wert. Wo bleibt die EU ?

Herr Peter Kastner

23.01.2017, 18:39 Uhr

TPP gekündigt. Er legt jedenfalls eine ordentliche Schlagzahl vor. Da geklotzt und nicht gekleckert.

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