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18.01.2017

16:18 Uhr

Trump über Brexit

Juncker verbittet sich Einmischung in Debatte

Nach den kontroversen Äußerungen Donald Trumps bezüglich des Brexits, reagiert nun Jean-Claude Juncker und verkündet, dass er sich jegliche Einmischung seitens des künftigen US-Präsidenten verbittet.

Der künftige US-Präsident Donald Trump hatte zuletzt großes Verständnis für das Austreten der Briten aus der EU bekundet. Juncker forderte Trump nun auf, andere Länder der EU nicht zu einem Austritt aufzufordern. Reuters, Sascha Rheker

Einmischung Trumps

Der künftige US-Präsident Donald Trump hatte zuletzt großes Verständnis für das Austreten der Briten aus der EU bekundet. Juncker forderte Trump nun auf, andere Länder der EU nicht zu einem Austritt aufzufordern.

BrüsselEU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hat den künftigen US-Präsidenten Donald Trump aufgefordert, andere Länder der Europäischen Union nicht zu einem Austritt aus der Staatengemeinschaft aufzufordern. "Wir fordern ja auch Ohio nicht auf, aus den USA auszutreten", sagte Juncker laut Vorabmeldung in der Sendung "Münchner Runde" des BR Fernsehens, die am Mittwochabend ausgestrahlt werden sollte.
Juncker antwortete auf die Frage, ob er Sorge habe, dass andere Länder dem britischen Beispiel folgen und die EU verlassen könnten: "Auch die etwas Rückwärtsgewandten, Zögernden kenne ich gut genug um zu wissen, dass sie wissen, dass die Mitgliedschaft in der Europäischen Union - vornehmlich für mittelgroße Länder - von existenzieller, vitaler Bedeutung ist. Die werden das nicht tun." Mit Blick auf Interview-Äußerungen von Trump Anfang der Woche fügte Juncker hinzu: "Und Herr Trump sollte sie auch nicht indirekt dazu auffordern, dies zu tun." Der US-Milliardär hatte in einem Interview mit der "Bild"-Zeitung und der britischen "The Times" weitere Austritte aus der EU vorausgesagt.
Im selben Interview hatte Trump erklärt, dass Juncker ihn angerufen und zum Wahlsieg gratuliert habe. Juncker stellte nun klar, dass es bisher kein Telefonat gegeben habe: "Trump hat mit (dem EU-Ratspräsidenten Donald) Tusk geredet und mich verwechselt. Das ist so in der internationalen Politik."

Von

rtr

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