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03.04.2017

12:29 Uhr

Trump über seine Tweets

„Ich bereue nichts“

Donald Trump bereut keine seiner zahlreichen Tweets. Ohne diese sei er nicht da, wo er jetzt ist. Etablierte Medien verspottet er als „Fake-Medien“. Besonders zwei Twitter-Aussagen haben für Aufsehen gesorgt.

„Wenn man Hunderte von Tweets absetzt, und hin und wieder geht mal einer daneben, ist das nicht so schlimm“, sagte der US-Präsident in einem Interview mit ´der „Financial Times“. AP

Donald Trump

„Wenn man Hunderte von Tweets absetzt, und hin und wieder geht mal einer daneben, ist das nicht so schlimm“, sagte der US-Präsident in einem Interview mit ´der „Financial Times“.

London/WashingtonUS-Präsident Donald Trump bereut nach eigenen Aussagen „überhaupt nichts“, wenn es um seine oft kontroversen Twitter-Nachrichten geht. „Wenn man Hunderte von Tweets absetzt, und hin und wieder geht mal einer daneben, ist das nicht so schlimm“, sagte er in einem Interview der „Financial Times“, das am Sonntag veröffentlicht wurde.

„Ohne Tweets wäre ich nicht hier. Ich habe 100 Millionen (Follower) auf Facebook, Twitter und Instagram. Hundert Millionen.“

Er habe es nicht nötig, zu den etablierten Medien zu gehen, sagte Trump, die er als „Fake-Medien“ verspottete. Zu einer seiner umstrittensten Äußerungen auf Twitter, die Behauptung, er sei auf Geheiß seines Vorgänger Barack Obama bespitzelt worden, sagte Trump: „Es stellt sich heraus, dass es stimmt“. Außerdem habe er per Twitter den Brexit vorausgesagt.

Das sind Trumps Kommunikatoren

Komplexer Kommunikationsapparat

US-Präsident Donald Trump hat im Weißen Haus einen komplexen Kommunikationsapparat zur Verfügung. Nach der Amtsübernahme ist eine genaue Struktur noch nicht klar, aber einige Figuren ragen heraus.

Sean Spicer (45)

Sprecher des Weißen Hauses, früher Sprecher der Republikaner. Er gehört zu denen, die den unmittelbarsten Kontakt zu Medienvertretern haben, fast täglich. Versuchte nach einem Auftritt mit mehreren nachgewiesenen Lügen die Wogen zu glätten. Soll die Politik des Präsidenten erklären. Sein Verhältnis zu Medien und seine Auffassung der Rollen sind noch nicht klar definiert.

Kellyanne Conway (50)

Ursprünglich Meinungsforscherin, jetzt als offizielle Beraterin des Präsidenten gewiefte Vertreterin der Abteilung Attacke. Deutet und verteidigt Trump mit fast maschineller Beharrlichkeit. Schwer zu greifen. Sehr präsent in Talkshows. Gibt den Tagen oft durch morgendliche Auftritte einen Spin mit. War eine der entscheidenden Figuren für Trumps Wahlsieg.

Stephen Bannon (63)

Der Mann für die langen Linien. Ehemaliger Banker, Chef der stramm konservativen Webseite Breitbart, firmiert als Chefstratege. Wird als blitzgescheiter Mann ohne viele Skrupel beschrieben. Kritiker sagen, er solle Trump weiter ein rechtskonservatives Spektrum erschließen. Ist sichtbar, aber meist eher im Hintergrund. Soll Mitautor von Trumps Antrittsrede sein.

Hope Hicks (28)

Offizieller Titel „Direktorin für strategische Kommunikation“. In Trumps innerstem Kreis die einzige Frau, die nicht zur Familie gehört. Wirkt fast ausschließlich hinter den Kulissen, ist Trump angeblich in gusseiserner Treue verbunden. Arbeitete vorher für seine Firma und seine Tochter Ivanka. Hat angeblich das Ohr des Präsidenten, Journalisten sehen in ihr einen möglichen Zugang zu ihm.

Dan Scavino (geb. 1976)

Verantwortet im Weißen Haus den Bereich Social Media – für Trump von besonderer Bedeutung. Hat auch den präsidialen Twitter-Account @POTUS unter sich. Managte einen von Trumps Golfclubs, verantwortete 2016 die sozialen Medien Trumps im Wahlkampf.

Stephen Miller (31 oder 32)

Politikberater im Weißen Haus. Bevor er in Trumps Wahlkampfteam kam, arbeitete er für den US-Justizminister Jeff Sessions. Jüdischen Glaubens. Wird als ultrakonservativ beschrieben, ist angeblich mit Richard Spencer befreundet, dem Anführer der so genannten „Alt Right“-Bewegung, einer Gruppierung von Rechtsextremen. Soll mit Bannon die Antrittsrede Trumps geschrieben haben.

Quelle: dpa

Von

dpa

Kommentare (3)

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Herr Toni Ebert

03.04.2017, 13:48 Uhr

Ich bin immer wieder begeistert wie Mr. Trump über Twitter direkt mit seinem Volk kommuniziert. wer braucht da noch die FAKE-NEWS? Ich lese seit Wochen seine direkten Meldungen in Facebook und bekomme oft auch eine Antwort, wenn ich ihn dort anschreibe.

ja, ein wahrer Ehrenmann.

Frau Annette Bollmohr

03.04.2017, 13:56 Uhr

„Ich bereue nichts“

Wie denn auch??! Er selbst ist doch vollkommen überzeugt von dem, was er da äußert.

Herr Marc Hofmann

03.04.2017, 14:13 Uhr

Trump hat doch Recht! Trump kann sich und seine Politik doch vielbesser und vor allen ungefiltert/autentisch dem US Volk über Twitter, Facebook oder anderen Internetmedien verkaufen/präsentieren.....Trump ist so wie er ist und genauso ist er auch Präsident geworden und wird seinen Wählern die gegebenen Versprechen nach und nach zukommen lassen...wenn die Vorschläge also von Trump an den Bundesrichtern, Demokraten oder Republikanern scheitern sollte, dann scheiter nicht Trump daran sondern die Demokraten, Republikaner und Bundesrichter werden Trump damit nur stärken...weil Trump ja nur seine Wahlsprechen, die er an das US Volk gemacht hat einlösen will und dabei eben von Bundesrichtern, Demokraten und Republikanern gestoppt wird...somit hat Trump das US volk noch mehr auf seiner Seite...das Volk, dass für die nächsten Wahl sein Urteil abgeben wird.

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