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13.07.2017

04:47 Uhr

Trump über Treffen mit Putin

„Wir haben uns sehr gut verstanden“

Ziemlich beste Freunde? Laut Donald Trump lief das Treffen mit Wladimir Putin „exzellent“ ab. Trotzdem glaubt der US-Präsident, dass der Kreml-Chef Hillary Clinton als Wahlgewinnerin bevorzugt hätte.

Nach G20-Gipfel

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WashingtonUS-Präsident Donald Trump hat sein erstes Treffen mit seinem russischen Amtskollegen Wladimir Putin als „exzellent“ beschrieben. „Ich denke, wir haben uns sehr gut verstanden, und das ist keine schlechte Sache. Das ist eine gute Sache“, sagte Trump in einem Gespräch mit dem christlichen US-Sender CBN. Trump und Putin hatten sich am vergangenen Freitag am Rande des G20-Gipfels in Hamburg zu ihrem ersten bilateralen Gespräch getroffen.

In dem am Mittwoch veröffentlichten Interviewauszug sagte Trump aber auch, er glaube, dass Putin es besser gefunden hätte, wenn seine Konkurrentin Hillary Clinton die Präsidentschaftswahl gewonnen hätte. „Wenn Hillary gewonnen hätte, wäre unser Militär dezimiert worden. Unsere Energie wäre viel teurer geworden. Das ist etwas, was Putin an mir nicht mag“, sagte Trump.

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Über seinen bevorzugten Kommunikationskanal äußert sich Donald Trump zu den Vorwürfen gegen seinen ältesten Sohn. Der US-Präsident nimmt Trump Jr. in Schutz und kritisiert ein weiteres Mal die Medien.

Deshalb ergebe es keinen Sinn, dass es heiße, Putin habe ihn als Kandidaten favorisiert. Er selbst tue in vielen Bereichen das „genaue Gegenteil“ von dem, was der russische Präsident wolle. Trump bezog sich dabei auf Vorwürfe gegen Moskau, der Kreml habe ihm zum Sieg verhelfen wollen.

Es sei wichtig, dass seine Regierung sich mit dem Kreml austausche, so Trump weiter. Er verwies auf die Waffenruhe im Südwesten Syriens, die die USA mit Russland vereinbart haben. Diese halte nun bereits seit vier Tagen, wohingegen vorherige Waffenstillstände immer gebrochen worden seien. Dazu sagte der 71-Jährige: „Das liegt daran, dass Präsident Putin und Präsident Trump diesen Deal gemacht haben.“

Trumps ehemaliger Wahlkampfchef im Visier

Die Aufarbeitung der Russland-Affäre zieht unterdessen immer mehr Vertraute aus dem inneren Zirkel von US-Präsident Trump in ihren Strudel. Sein Sohn Donald Trump Jr. steht bereits wegen eines Treffens mit einer russischen Anwältin unter massivem Beschuss - und nun will der Justizausschuss des Senats auch noch Trumps ehemaligen Wahlkampfchef befragen, notfalls unter Zwang.

Erstmals wurde ein Verfahren zur Amtsenthebung des republikanischen Präsidenten beantragt, es dürfte allerdings geringe Erfolgschancen haben. Überschattet von diesen innenpolitischen Turbulenzen brach der Präsident am Mittwochabend zu einem Kurzbesuch nach Frankreich auf.

US-Präsident und die Russland-Verbindungen

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US-Präsident und die Russland-Verbindungen: Welche Rolle spielte eine russische Anwältin für Trumps Sohn?

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Die Affäre um mögliche Absprachen zwischen Russland und dem Wahlkampfteam von Donald Trump hatte diese Woche neue Aufmerksamkeit erhalten, nachdem ein Treffen zwischen Trump Jr. und einer russischen Anwältin bekannt geworden war.

Der 39-jährige Präsidentensohn machte am Dienstag einen E-Mail-Wechsel mit dem Publizisten Rob Goldstone öffentlich. Daraus geht hervor, dass ihm belastende Informationen über Hillary Clinton, die Konkurrentin seines Vaters bei der Präsidentschaftswahl, in Aussicht gestellt worden waren.

Der Präsident selbst lobte seinen Sohn für die Offenheit, mit der er seine E-Mail-Konversation publik gemacht habe. Nach Darstellung des Weißen Hauses wusste Trump selbst nichts von dem Treffen und erfuhr erst in den vergangenen Tagen davon.

Von

dpa

Kommentare (2)

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aza azaziel

13.07.2017, 09:37 Uhr

Zwei Sachverhalte zum Nachteil der Hillary Clinton wurden in in ihrem Wahlkampf bekannt 1) ihr Intrigieren gegen Bernie Sanders, 2) ihre unerlaubte Nutzung privater Server fuer amtliche Korrespondenz. Da diese Sachverhalte von Clinton nicht dementiert wurden, werden sie wohl stimmen. Erstaunlicherweise diskutiert die Presse diese Sachverhalte nicht. Stattdessen werden die unbewiesenen Unterstellungen, diese Informationen seien von den Russen beschafft worden, breitgetreten. Ich bin sicher, dass die Russen genauso spionieren, wie die NSA das tut. Und die Amerikaner greifen viel aggressiver in die Angelegenheiten anderer Laender ein. Man koennte zum Beispiel sagen, die Amerikaner haetten zum Nachteil von Salvatore Allende in den chilenischen Wahlkampf eingegriffen. Aber das ist lange her. Und ueber Georgien und die Ukraine wissen wir noch nicht viel. Ich fuer meinen Teil wuerde es begruessen, wenn die deutsche Presse die Ermittlungen von Robert Mueller abwarten wuerde und sich wichtigeren Dingen zuwenden wuerde, als dem wahrscheinlich nie zu beweisenden Einfluss der Russen auf die Wahl Trumps.

Herr Tomas Maidan

13.07.2017, 12:09 Uhr

Der raffinierte Satz der Woche: "Trotzdem glaubt der US-Präsident, dass der Kreml-Chef Hillary Clinton als Wahlgewinnerin bevorzugt hätte"

Guter Witz.

Trump bleibt straff auf seiner Linie. Lügen, täuschen, die Welt für blöde verkaufen.

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