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13.02.2017

20:54 Uhr

Trump und Trudeau

Versöhnliche Töne im Weißen Haus

Für Kanada sind die USA der wichtigste Handelspartner. Es kam gar nicht gut an, dass US-Präsident Trump das Freihandelsabkommen Nafta in Frage stellte. Doch der Ton beim Treffen von Trump und Trudeau ist versöhnlich.

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WashingtonDer kanadische Premierminister Justin Trudeau und US-Präsident Donald Trump haben bei ihrem ersten persönlichen Treffen die Wichtigkeit ihrer wirtschaftlichen Beziehungen betont. In einer gemeinsamen Erklärung versprachen sie am Montag, rastlos das Wirtschafts- und Jobwachstum in beiden Länder zu fördern.

Der bilaterale Handel ist ein besonders heikles Thema, weil die USA Kanadas wichtigster Handelspartner sind und Trump sich eine protektionistische Politik auf die Fahnen geschrieben hat. Außerdem wurde in Kanada auch mit Sorge beobachtet, dass Trump das nordamerikanische Freihandelsabkommen Nafta mit Mexiko neu aushandeln will. Als dritter Staat ist Kanada teil dieses Abkommens, das seit 1994 in Kraft ist.

In der Erklärung verwiesen Trump und Trudeau dann aber auch auf die Wichtigkeit Kanadas für die USA. „Kanada ist der wichtigste ausländische Markt für 35 US-Staaten, und mehr als zwei Milliarden Dollar an bilateralem Handel fließen täglich über unsere gemeinsame Grenze“, hieß es darin.

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Vor ihrem Vier-Augen-Gespräch präsentierten beide zudem eine neue Initiative für die Besserstellung von Frauen in der Arbeitswelt. Der US-Präsident sagte, es sei wichtig, dass Frauen arbeiten und vorankommen könnten. Trudeau betonte, dass die neue Arbeitsgruppe Frauen helfen solle, die Barrieren in der Geschäftswelt zu überwinden. Anwesend bei dem Runden Tisch war auch Trumps Tochter Ivanka, die dazu Führungskräfte aus kanadischen und US-Unternehmen eingeladen hatte - ein Zeichen für ihren Einfluss auf die Politik ihres Vaters.

Zwischen dem 45-jährigen Trudeau und dem 70-jährigen Trump liegt nicht nur ein Altersunterschied von 25 Jahren. Beide unterscheiden sich auch deutlich in ihrer Weltanschauung. Der Kanadier ist ein Liberaler und Verfechter des freien Handels und hat 50 Prozent Frauen in sein Kabinett berufen. In Trumps Regierung gibt es nur wenige Frauen und er predigt mit seinem Slogan „Amerika zuerst“ Protektionismus und eine harte Einwanderungspolitik.

Für Kanada sind die wirtschaftlichen Beziehungen zu den USA entscheidend. Mehr als 75 der kanadischen Exporte gehen ins Nachbarland. Umgekehrt sind es 18 Prozent.

Von

ap

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