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22.05.2017

13:11 Uhr

Trumps erste Auslandreise

Rivlin beschwört die Hoffnung auf Frieden zwischen Religionen

Bei Donald Trumps Besuch hat Israels Präsident Reuven Rivlin zu Frieden zwischen den Religionen aufgerufen. Israel ist eines der Ziele auf Trumps ersten Auslandsreise und war zuvor in der saudischen Hauptstadt Riad.

Israels Präsident Rivlin nimmt US-Präsident Trump nach seiner Landung nahe Tel Aviv in Empfang. Reuters

Donald Trump (l.) und Reuven Rivlin

Israels Präsident Rivlin nimmt US-Präsident Trump nach seiner Landung nahe Tel Aviv in Empfang.

Tel AvivIsraels Staatspräsident Reuven Rivlin hat beim Antrittsbesuch von US-Präsident Donald Trump die Hoffnung auf Frieden zwischen den drei großen, monotheistischen Weltreligionen beschworen. „Wir haben unterschiedliche Überzeugungen - aber wir beten alle den gleichen Gott an“, sagte Rivlin am Montag auf dem Flughafen Ben Gurion bei Tel Aviv. „Wir können zusammenarbeiten für eine bessere Zukunft. Wir sollten das weiterhin tun, zusammen.“

US-Präsident Donald Trump war am Mittag am Flughafen Ben Gurion in der Nähe von Tel Aviv eingetroffen. Er befindet sich aktuell auf seiner ersten Auslandsreise. Zuvor war Trump in der saudischen Hauptstadt Riad gewesen, am Dienstag will er weiter nach Rom fliegen.

Donald Trump über Israel und die Palästinenser

27. April 2015

„Kein anderer als Donald Trump wird Israel retten.“

21. März 2016

„Ich bin sehr pro Israel. Ich war schon immer pro Israel. Ich habe viele Preise von Israel erhalten, viele Preise. Ich habe viel Geld an Israel gegeben. Es gibt niemanden, der mehr pro Israel ist als ich.“

21. März 2016 II

„Wir werden die US-Botschaft (von Tel Aviv) in die Ewige Stadt des jüdischen Volkes verlegen - nach Jerusalem. Und wir werden ein klares Signal aussenden, dass zwischen Amerika und unserem zuverlässigsten Verbündeten Israel kein Blatt passt.“

(auf einer Konferenz der US-israelischen Lobbyorganisation Aipac)

27. April 2016

„Präsident (Barack) Obama war kein Freund Israels. Er behandelte den Iran mit zärtlicher Liebe und Fürsorge und hat ihn so zu einer großen Macht werden lassen.“

(zum das Atom-Abkommen mit dem Iran während des republikanischen Vorwahlkampfs in Washington)

23. November 2016

„Ich will gern Frieden zwischen Israel und den Palästinensern schaffen. Das würde ich liebend gern. Das wäre solch ein großartiger Erfolg. Weil es niemand bisher geschafft hat. (...) Ich glaube, wir können das. Ich habe Grund zu der Annahme, dass ich es kann.“

28. Dezember 2016

„Halte durch, Israel, bald ist der 20. Januar!“

(mit Verweis auf seine Amtsübernahme von Obama)

3. Februar 2017

„Wir glauben zwar nicht, dass die Existenz von (israelischen) Siedlungen ein Hindernis für den Frieden sein muss. (...) Aber der Bau neuer Siedlungen oder ihre Ausweitung über bestehende Grenzen hinaus könnten für das Erreichen dieses Ziels nicht hilfreich sein“.

(Mitteilung des Weißen Hauses)

15. Februar 2017

„Die Palästinenser müssen etwas von diesem Hass loswerden, den sie von klein auf beigebracht bekommen. (...) Und sie müssen Israel anerkennen, das müssen sie tun. Es wird keinen Deal geben, wenn sie nicht ein sehr, sehr großartiges und wichtiges Land anerkennen. Und ich glaube, sie werden auch das tun.“

15. Februar 2017 II

„Ich schaue auf die Zwei-Staaten- und die Ein-Staaten-Lösung (...), eine Zeit lang meinte ich, die Zwei-Staaten-Lösung wäre die leichtere von beiden. Aber ehrlicherweise: Wenn Bibi (Netanjahu) und die Palästinenser - wenn Israel und die Palästinenser glücklich sind, bin ich zufrieden mit der Lösung, die sie am besten finden.“

25. April 2017

„Der Staat Israel ist das ewige Denkmal für die unsterbliche Kraft des jüdischen Volkes.“

(anlässlich des US-Holocaust-Gedenktags in Washington)

3. Mai 2017

„Keine Vereinbarung kann von den USA oder einer anderen Nation aufgedrängt werden. Palästinenser und Israelis müssen gemeinsam an einer Übereinkunft arbeiten, die es beiden Völkern erlaubt, in Frieden zu leben, die Religion auszuüben, zu wachsen und zu gedeihen.“

3. Mai 2017

„Wir glauben, dass Israel gewillt ist. Wir glauben, dass Ihr gewillt seid. Und wenn Ihr beide gewillt seid, machen wir einen Deal.“

Rivlin verwies auf die aktuellen Feierlichkeiten zum 50. Jahrestag der „Vereinigung“ Jerusalems. „Es macht uns sehr glücklich zu wissen, dass Israels wichtigster Verbündeter die Bedeutung Jerusalems für die Juden auf der ganzen Welt anerkennt“, sagte er. „Jerusalem ist das schlagende Herz der Juden, so wie es das seit 3000 Jahren gewesen ist.“

Israel hatte den Ostteil der Stadt im Sechs-Tage-Krieg 1967 mit anderen Gebieten erobert und später annektiert. International wird Jerusalem nicht als Israels Hauptstadt anerkannt. Die Palästinenser wollen im Ostteil die Hauptstadt eines eigenen Staates errichten.

Trump reist nach Israel: Warmer Empfang in Israel

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Warmer Empfang in Israel

Warm und freundlich wird Trump in Israel empfangen. Mehrfach wird das hohe Wort vom Frieden bemüht: für Israel, die Palästinenser, die ganze Region. Trump hat Großes vor. Aber was kann er bewirken?

Bei seiner Ankunft wurde Trump von Rivlin und Ministerpräsident Benjamin Netanjahu begrüßt. Der US-Präsident will sich für einen neuen Anlauf bei den Friedensgesprächen zwischen Israel und den Palästinensern einsetzen.

Von

dpa

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