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02.01.2014

16:29 Uhr

Tschechien

Vermutlich kein Anschlag gegen Palästinas Botschaft

Bisher deutet nichts auf Terror hin: Die Explosion, bei welcher der palästistinensische Botschafter in Prag ums Leben kam, könnte durch einen Defekt innerhalb des Hauses verursacht worden sein. Ermittlungen laufen.

Für die Feuerwehrleute ist der Einsatz in der palästinensischen Botschaft in Prag beendet, doch die Ermittlungen laufe noch: Was war die Ursache für das Inferno, das den palästinensischen Botschafter das Leben kostete? dpa

Für die Feuerwehrleute ist der Einsatz in der palästinensischen Botschaft in Prag beendet, doch die Ermittlungen laufe noch: Was war die Ursache für das Inferno, das den palästinensischen Botschafter das Leben kostete?

Prag/ RamallahNach der mysteriösen Explosion in der Residenz des palästinensischen Botschafters in Tschechien gehen die Ermittlungen in Prag weiter. Das Unglück, das nach ersten Erkenntnissen beim Öffnen eines Tresors geschah, hatte den Botschafter am Neujahrstag das Leben gekostet.

Die palästinensische Autonomiebehörde kündigte an, eine Delegation werde am Donnerstag nach Prag reisen, um die dortigen Behörden bei ihren Untersuchungen zu unterstützen. Außerdem solle der Leichnam des Diplomaten in die Heimat überführt und dort beerdigt werden, sagte der Außenbeauftragte der Palästinenserbehörde, Riad Malki, dem Radiosender Stimme Palästinas in Ramallah.

Nach ersten Erkenntnissen der tschechischen Ermittler ist „unsachgemäßer Umgang“ mit dem Sicherungssystem des Tresors die wahrscheinliche Unglücksursache. Es gebe kein Indiz, das auf einen Terroranschlag gegen den 56 Jahre alten Botschafter hindeuten würde.

Der Sprecher der palästinensischen Botschaft, Nabil al-Fahel, widersprach der Vermutung. „Nach unseren Informationen kann man davon ausgehen, dass es keine Diebstahlsicherung gab“, sagte er. Der Safe sei „ziemlich alt“ gewesen und Mitte der 1980er Jahre gekauft worden. Er habe kein integriertes Anti-Diebstahls-System gehabt. Tschechische und palästinensische Experten setzten ihre Ermittlungen am Donnerstag fort.

Unterdessen teilte die Polizei mit, sie habe in der Residenz Waffen gefunden. Polizeichef Martin Vondrasek sagte im tschechischen Radio, er könne nicht genau sagen, um welche Waffen es sich handele. Was er sagen könne, sei, dass die Waffen nicht in Tschechien registriert seien.

Dschamal al-Dschamal hatte den Posten in Prag im Oktober übernommen. Die Familie des Botschafters hatte die neu erbaute Residenz erst vor wenigen Tagen bezogen. Tschechien unterhält als Nachfolgestaat der Tschechoslowakei diplomatische Beziehungen zu den Palästinensischen Institutionen.

Von

dpa

Kommentare (1)

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BITTEkaufMICH

02.01.2014, 08:04 Uhr

na , dannn bauen wir mit eu - mitteln die botschaft wieder auf , wir hams ja

wieviel eu milliarden fließen denn im jahr nach palästina nach anweisung des großen bruders

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