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12.01.2013

16:41 Uhr

Tschechien

Zeman trifft bei Präsidenten-Stichwahl wohl auf Schwarzenberg

Zum ersten Mal konnten die Tschechen mit ihrer Stimme entscheiden, wer ihr nächster Präsident werden soll. Ein linker Politiker liegt vorn, aber die Entscheidung fällt erst in einer Stichwahl.

Tschechiens früherer Ministerpräsident Milos Zeman führt derzeit bei den Präsidentenwahlen. dpa

Tschechiens früherer Ministerpräsident Milos Zeman führt derzeit bei den Präsidentenwahlen.

PragBei der Stichwahl um das Amt des tschechischen Präsidenten könnte Favorit Milos Zeman in zwei Wochen überraschend auf Karel Schwarzenberg treffen. Nach Auszählung von 95 Prozent der Stimmen lagen der Ex-Regierungschef und der jetzige Außenminister im ersten Wahlgang deutlich an der Spitze. Zeman führte am Samstagnachmittag mit 24,5 Prozent der Stimmen vor Schwarzenberg mit 22,7 Prozent, während der im Vorfeld als aussichtsreichster Rivale Zemans gehandelte frühere Ministerpräsident Jan Fischer nur 16,6 Prozent der Wähler für sich gewinnen konnte.

Zeman stand von 1998 bis 2002 an der Spitze einer sozialdemokratischen Minderheitsregierung. Der 68-Jährige gilt als Meister des politischen Bonmots, aber auch als Provokateur. Der böhmisch-fränkische Adelige Karel Schwarzenberg (75) ist Außenminister der Prager Mitte-Rechts-Regierung. Seit 2009 leitet er als Gründungsvorsitzender die konservative Partei TOP09.

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Da die mehr als acht Millionen Wähler erstmals direkt über das Staatsoberhaupt entscheiden konnten, gab es einen für das EU-Land ungewöhnlich großen Andrang bei der Stimmabgabe: Die Wahlbeteiligung lag bei rund 60 Prozent. Bei der Senatswahl im Herbst hatte die Beteiligung bei nur 34,9 Prozent gelegen.

Der scheidende Präsident und scharfe EU-Kritiker Vaclav Klaus (71) konnte nach fast zehn Jahren im Amt nicht mehr antreten. Er war noch von beiden Kammern des Parlaments gemeinsam bestimmt worden. Alle aussichtsreichen Kandidaten für seine Nachfolge kündigten im Wahlkampf einen stärker pro-europäischen Kurs an.

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Der Präsident repräsentiert das Land im Ausland. Er ernennt den Ministerpräsidenten, die Verfassungsrichter und den Nationalbankrat. Mit einem vorläufigen Ergebnis wurde erst am Abend gerechnet.

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