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05.06.2015

14:34 Uhr

Tsipras spricht mit Putin

Athen will bei Energie mit Moskau kooperieren

Griechenland nähert sich an Russland an: Die Staatschefs beider Länder haben in einem Telefonat über mögliche wirtschaftliche Kooperation verhandelt. Die USA haben die geplanten Maßnahmen bereits kritisiert.

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AthenEinen Tag nach dem griechischen Nein zum Gläubigervorschlag für ein neues Sparprogramm hat Regierungschef Alexis Tsipras mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin telefoniert. Wie am Freitag aus Regierungskreisen in Athen verlautete, ging es dabei um Energiethemen. Das Gespräch habe in einem „sehr guten Klima“ stattgefunden, hieß es.

Tsipras plant, an einem Unternehmerforum vom 18. bis zum 20. Juni in Sankt Petersburg teilzunehmen. Moskau hat Athen außerdem eingeladen, an der Entwicklungsbank der sogenannten Brics-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika) mitzuwirken. Die „New Development Bank“ der Brics-Staaten war 2014 als Alternative zur Weltbank und zum Internationalen Währungsfonds (IWF) gegründet worden.

Die griechischen Positionen im Schuldenstreit

Renten

Eine erneute Senkung der Renten lehnt Athen strikt ab. Die Rentner haben bereits 40 Prozent ihrer Einkommens verloren und Ministerpräsident Alexis Tsipras hat sein Wort gegeben, dass damit eine rote Grenze erreicht sei. Allerdings ist er bereit zu einer Fusion der Rentenkassen und zur Abschaffung vieler Frührenten.

Haushalt

Griechenland will mehr Geld für Sozialhilfen. Deshalb soll der „primäre Etatüberschuss“ (ohne Schuldzinsen) 2015 nicht drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) betragen, sondern weniger als 1,0 Prozent, um danach zu steigen. Das reichte dem IWF bisher nicht.

Mehrwertsteuer

Athen soll mehr Einnahmen aus der Mehrwertsteuer generieren. Die Griechen bieten Steuersätze von 7, 14 und 22 Prozent an, die Geldgeber fordern eine zweistufige Mehrwertsteuer von 11 und 23 Prozent. Der Hauptstreit geht dabei um die stärkere Besteuerung des wichtigen Tourismussektors.

Arbeitsmarkt

Die Geldgeber verlangen flexiblere Tarifverträge und Löhne. Bei diesem Thema bestehen in den Verhandlungen zwischen beiden Seiten noch große Differenzen.

Wachstum

Griechenland will Schuldenerleichterungen und Investitionen zur Wachstumsförderung. Da müssten die Geldgeber zuschießen.

Athen und Moskau wollen enger im Bereich Energie kooperieren. Es geht dabei um die Verlängerung der geplanten Pipeline Turkish Stream, durch die Russland ab 2017 Gas in die Türkei pumpen will. Die Verlängerung durch Nordgriechenland bis zur Grenze mit Mazedonien soll rund zwei Milliarden Euro kosten. Griechenland erhofft sich von dem Projekt billigeres Gas und Gebühreneinnahmen für die Leitung. Die USA haben die Pläne bereits kritisiert.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Herr Günther Schemutat

05.06.2015, 19:47 Uhr

Wie vor Monaten vorrausgesagt habe, niemand wird GR aus dem Euro werfen. Eine Verbindung mit Russland ebenfalls empfohlen und die Türkische Grenze zumachen.

Wenn GR aus der Eurozone geworfen wird, dann ist es nur noch eine Frage der Zeit
wann das Domino Gebäude der EU zusammen fällt. Junkers will auch Ungarn aus der EU werfen , wenn die die Todesstrafe einführen. Ha,ha. Der Junkers und seine Bande , immer für Späße gut. Nicht alle Ländern sammeln Gewaltverbrecher und unterhalten sie bis an das Lebensende wie Deutschland.

Wenn man nach Afghanistan fährt und Taliban tötet obwohl die vorher keinen Deutschen etwas getan haben, ist das Mord von Deutschen Politikern an den Taliban. Punkt! Aber sagen sie das mal einen Deutschen Politiker , der wäre empört . So werden Todestrafe .Mord und Totschlag wie es gerade passt
von Deutschen Politikern unterschiedlich bewertet.

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