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21.03.2011

09:27 Uhr

Tsunami in Japan

Weltbank erwartet Wiederaufbau-Boom

Ein Gutes hat die Tsunami-Katastrophe in Japan: Der Wiederaufbau dürfte dem Land einen neuen Boom bescheren. Dafür muss die japanische Regierung allerdings kräftig in die Tasche greifen - une neue Schulden machen.

Weite Teile Japans sind durch das Erdbeben verwüstet. Der Wiederaufbau wird eine gigantische Summe verschlingen. Quelle: dpa

Weite Teile Japans sind durch das Erdbeben verwüstet. Der Wiederaufbau wird eine gigantische Summe verschlingen.

TokioNach Einschätzung der Weltbank wird das Beben das Wachstum der japanischen Wirtschaft nur vorübergehend negativ beeinflussen. Danach werde der Wiederaufbau einen Boom auslösen, erklärte die Weltbank am Montag. Um die Erdbebenkatastrophe zu bewältigen, wird der japanische Staat nach Einschätzung der Regierungspartei aber kräftig in die Tasche greifen müssen.

„Es ist unausweichlich, dass wir bis Juni zwei große Nachtragsetats verabschieden müssen“, sagte Jun Azumi, ein Spitzenvertreter der Demokratischen Partei, am Montag nach einer Meldung der Nachrichtenagentur Kyodo.

Die Nachtragshaushalte dürften zu einem Großteil über neue Schulden finanziert werden. Das Defizit der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt liegt derzeit bei neun Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts.

Offiziell gibt es noch keine Schätzungen über die wirtschaftlichen Schäden des schwersten Erdbebens in der japanischen Geschichte, das einen Tsunami und eine Atomkatastrophe zur Folge hatte. Volkswirte gehen davon, dass die Kosten die des Bebens von Kobe im Jahr 1995 übersteigen werden.

Damals war ein Schaden von umgerechnet 140 Milliarden Euro entstanden. Wirtschaftsminister Kaoru Yosano hatte die direkten und indirekten Kosten des Bebens der Stärke 9,0 in einem Reuters-Gespräch auf umgerechnet 170 Milliarden Euro beziffert.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Madman

21.03.2011, 11:29 Uhr

"Ein Gutes hat die Tsunami-Katastrophe in Japan"
das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen.
Was ist nur aus unserer Menschheit geworden. Fluggesellschaften die sich am Leid anderer bereichern und Weltbanken die jetzt schon spekulieren wie sie am meisten Gewinn aus der Situation ziehen.
Für diese Art von Menschen dürfte eigentlich kein Platz auf der Erde sein.

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