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16.09.2013

11:55 Uhr

Tuareg-Rebellen

Malis neue Regierung beginnt Friedensgespräche

Die Regierung in Mali will Frieden mit den Tuareg-Rebellen schließen. Drei Minister besuchten zur Aufnahme von Gesprächen eine von Rebellen besetzte Stadt. Viele Bewohner reagierten mit Gewalt.

Tuareg-Rebellen zeigen in der besetzen Stadt Kindal die Flagge der Protestbewegung für mehr Autonomie in der Region. Die Regierung Malis hat Friedensgespräche mit den Tuareg aufgenommen. AFP

Tuareg-Rebellen zeigen in der besetzen Stadt Kindal die Flagge der Protestbewegung für mehr Autonomie in der Region. Die Regierung Malis hat Friedensgespräche mit den Tuareg aufgenommen.

BamakoDie neue Regierung in Mali hat Gespräche mit separatistischen Tuareg-Rebellen begonnen. Ziel ist eine friedliche Lösung für den im Norden des Wüstenlandes schwellenden Konflikt. Dies wurde am Sonntagabend nach einem Besuch von drei Ministern in der strategisch wichtigen Stadt Kidal bekannt.

Die Rebellen hatten Kidal nach dem Militärputsch vom März 2012 unter ihre Kontrolle gebracht. Sie fordern mehr Autonomie für die Region, in der sie traditionell als Nomaden leben.

Der Minister für nationale Aussöhnung, Oumar Diarrah, sowie Sicherheitsminister Sada Samak und Innenminister Sinko Moussa Coulibaly diskutierten mit den Tuareg-Anführern die Umsetzung eines im Juni in Burkina Faso ausgehandelten Friedensabkommens. „Wir waren in Kidal, um Wege und Möglichkeiten für eine dauerhafte Lösung der Krise in Mali zu besprechen“, erklärte Diarrah anschließend.

Jedoch waren nicht alle Einwohner glücklich über den hohen Besuch aus Bamako. Mehrere vor allem jugendliche Kritiker bewarfen den Konvoi der Minister mit Steinen. „Wir sind zufrieden mit den Gesprächen, trotz dieses kleinen Zwischenfalls“, sagte Diarrah.

Das westafrikanische Mali war im vergangenen Jahr nach einem Staatsstreich in eine tiefe Krise gerutscht. Radikale Islamisten und Tuareg-Rebellen hatten zeitweise den gesamten Norden besetzt. Erst durch ein Eingreifen Frankreichs im Januar konnten die Extremisten weitgehend aus der Region vertrieben werden.

Von

dpa

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