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25.06.2013

12:20 Uhr

Türkei-Beitritt

EU eröffnet neues Verhandlungskapitel

Erstmals seit drei Jahren öffnen die EU-Regierungen ein neues Verhandlungskapitel beim Türkei-Beitritt. Zuvor müsse aber noch die EU-Kommission ihren Jahresbericht über die Türkei veröffentlichen.

Die Außen- und Europaminister der EU haben ein neues „Kapitel“ der Beitrittsverhandlungen eröffnet. dpa

Die Außen- und Europaminister der EU haben ein neues „Kapitel“ der Beitrittsverhandlungen eröffnet.

LuxemburgErstmals seit drei Jahren haben die EU-Regierungen bei den Beitrittsverhandlungen mit der Türkei ein neues „Verhandlungskapitel“ eröffnet. Die Verhandlungen über den Themenbereich Regionalpolitik werden aber erst im Oktober beginnen, vereinbarten die Außen- und Europaminister der EU nach Angaben einer Ratssprecherin am Dienstag in Luxemburg. Zuvor muss die EU-Kommission ihren jährlichen Bericht über die Lage in der Türkei vorlegen. Damit reagiert die EU auf die gewaltsame Niederschlagung von Demonstrationen der Opposition in der Türkei.

Die Beitrittsverhandlungen sind in 35 „Kapitel“ unterteilt, von denen nunmehr insgesamt 14 mit Einstimmigkeit der EU-Regierungen eröffnet und lediglich eines bereits geschlossen wurden. Der bisher letzte Themenbereich war im Juni 2010 eröffnet worden.

Als „gute Entscheidung in schwieriger Lage“ begrüßte Bundesaußenminister Guido Westerwelle am Dienstag die Entscheidung. Er hatte den Kompromissvorschlag vorgelegt. Kurz zuvor hatte er gesagt: „Bei allem, was wir auch an verständlichen Reaktionen empfinden und sehen in Anbetracht der Ereignisse der letzten Tage, dürfen wir nicht außer Acht lassen, dass wir ja auch strategische langfristige Interessen haben.“ Man müsse „eine diplomatisch kluge Entscheidung“ treffen. Türkische Diplomaten sagten, Ankara sei mit der Entscheidung einverstanden.

Von

dpa

Kommentare (15)

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Account gelöscht!

25.06.2013, 12:44 Uhr

Es ist wirklich wie bei einem verordneten Programm....urplötzlich liest man ständig etwas vom Türkei-Beitritt wieder und wieder....wie kann das sein? und wieso auf einmal?

Dieses Land ist weit ab der westlichen Welt, hat und will auch nichts mit unserem Verständnis von Demokratie und Freiheit etwas zu tun haben, wer davor die Augen verschliesst ist ein Träumer und ein gefährlicher dazu. Weil ein paar Menschen jetzt gegen Erdogang rebellieren heisst das für die Gesamttürkei noch lange nichts, die Türkei besteht nämlich grösstenteils nicht aus grossen fortschrittlichen Städten, das sollte sich jeder klarmachen.

Weiter ist diese Propaganda in Sachen Wirtschaftswunder eine aufgeblähte Lüge und das weiss jeder der mit der Türkei, dem Finanzstandort dort Geschäfte macht.

Wie kann es sein dass hier wie auf Knopfdruck Verhandlungen stattfinden die fast KEIN EU BÜRGER WILL?!?!? Wir alle wissen von den bereits hier lebenden Türken und wie es da so zugeht (ich verkneife mir weitere Kommentare). Wie verblendet muss man sein, dieses Land ernsthaft einbeziehen zu wollen?

Kann es sein dass die "Verschwörungstheorie" mit dem reinholen der Türkei um die EU-Staaten komplett aufzumischen um sie so sozial und darauf auch wirtschaftlich komplett zu schwächen und um soziale Unruhen heraufzubeschwören, tatsächlich stimmen???

Account gelöscht!

25.06.2013, 12:56 Uhr

Vielleicht sollten wir unsere Interessen (die Türkei nicht in die EU zu integrieren ) Mit Demonstrationen nachdruck verleihen .
Möglicherweise glauben immer noch einige , das Deutsche Volk ist mehrheitlich
für den Beitritt der Türkei .

zuendorf

25.06.2013, 13:07 Uhr

Alles das passiert wieder ohne Bürgermeinung. Leider. Der EU-Laden muss ausgeräuchert werden. Es ist und bleibt Diktat! Dieses Europa wollen die Bürger nicht, schon gar nicht die Türken. Die gehören nicht zu Europa, sondern zu Asien.

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