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26.02.2014

13:13 Uhr

Türkei

Böll-Stiftung in Istanbul angeblich abgehört

Istanbuler Staatsanwälte haben laut Medienberichten mehrere tausend Menschen abgehört - darunter offenbar auch die Vertreterin der deutschen Heinrich-Böll-Stiftung. Diese kündigte nun rechtliche Schritte an.

Deutsche und türkische Flagge: „Wir werden auf jeden Fall rechtliche Schritte dagegen einleiten.“ ap

Deutsche und türkische Flagge: „Wir werden auf jeden Fall rechtliche Schritte dagegen einleiten.“

IstanbulDie Türkei-Vertreterin der deutschen Heinrich-Böll-Stiftung in Istanbul ist angeblich abgehört worden. „Wir werden auf jeden Fall rechtliche Schritte dagegen einleiten“, sagte die Türkei-Vertreterin Ulrike Dufner am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP in Istanbul. Regierungsnahe Zeitungen hatten berichtet, Istanbuler Staatsanwälte hätten mehrere tausend Menschen abgehört; die Istanbuler Oberstaatsanwaltschaft gab die Zahl mit 2280 an. Dufners Handynummer war unter den zahlreichen abgehörten Nummern, die von den Zeitungen veröffentlicht wurden.

Die Regierung wirft Anhängern des islamischen Predigers Fethullah Gülen vor, mit illegalen Lauschangriffen die Regierung ausspionieren und stürzen zu wollen. Auch die Abhöraktion, bei der Dufner belauscht wurde, soll von Gülen-treuen Staatsanwälten initiiert worden sein. Dufner sagte, sie wisse nicht, ob die Abhöraktion richterlich abgesegnet war. Die Staatsanwälte weisen die Vorwürfe zurück. Im Rahmen von Ermittlungen gegen eine mutmaßliche Terrororganisation sei nur eine begrenzte Zahl von Verdächtigen abgehört worden.

Am Montagabend war ein angeblich abgehörtes Telefongespräch zwischen Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan und seinem Sohn Bilal im Internet aufgetaucht. Die Opposition fordert Erdogans Rücktritt, weil die Aufnahme ihrer Meinung nach beweist, dass der Regierungschef eine hohe Geldsumme vor der Staatsanwaltschaft verstecken wollte. Erdogan bezeichnete die Aufnahme als Fälschung, die den Zweck habe, seiner Regierung zu schaden.

Von

afp

Kommentare (1)

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26.02.2014, 13:37 Uhr

Hat die Böll-Stiftung Angst, dass ihre Beziehungen zu Erdogan und seiner korrupten AKP Bande auffliegen? Wenn Deutschlands Politiker die bekannterweise Erdogan und der AKP nahe steht irgend etwas strafrechtliches mit Erdogan begangen haben, wollen das natürlich die Deutschen Bürger wissen. Zum Glück bäumt sich ein großer Widerstand gegen Erdogan auf. Ohne abhören wüsste man nicht, dass er Türkische Steuern veruntreut. Weiter so.

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