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27.02.2017

01:42 Uhr

Türkei

Can Dündar rechnet mit Ausweisung von Yücel

„Welt“-Korrespondent Deniz Yücel sitzt seit Mitte Februar in der Türkei in Polizeigewahrsam. Der türkische Journalist Can Dündar kritisiert die Festsetzung und hat die Hoffnung, dass Yücel am Dienstag freigelassen wird.

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Inhaftierter Journalist: Solidaritätbekundung - Autokorso für inhaftierten Journalisten Yücel

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DortmundDer regierungskritische türkische Journalist Can Dündar hat die Festsetzung des „Welt“-Korrespondenten Deniz Yücel in der Türkei scharf kritisiert. „Die Regierung will keine ausländischen Beobachter mehr im Land dulden, weil diese noch mehr Möglichkeiten haben, über die Ungerechtigkeit zu berichten, als die einheimischen Journalisten“, sagte der frühere Chefredakteur der türkischen Zeitung „Cumhuriyet“ und Gründer der deutsch-türkischen Internetplattform Özgürüz den Dortmunder „Ruhr Nachrichten“.

Dündar äußerte die Hoffnung, dass Yücel am Dienstag freigelassen werde. „Deniz Yücel ist ein mutiger Korrespondent, der die wichtigen Fragen stellt. Jetzt wird er den Preis zahlen müssen. Es gibt keine Rechtsstaatlichkeit mehr in der Türkei, deswegen wird die Regierung über seinen Fall entscheiden“, sagte er. Er erwarte, dass Yücel, der die deutsche und die türkische Staatsbürgerschaft besitzt, aus der Türkei ausgewiesen werde.

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Yücel befindet sich seit dem 14. Februar im Istanbuler Polizeipräsidium in Gewahrsam. Nach Angaben der Polizei wird gegen ihn wegen Mitgliedschaft in einer Terrororganisation, Terrorpropaganda und Datenmissbrauchs ermittelt. Unter dem Ausnahmezustand in der Türkei können Verdächtige bis zu 14 Tage in Gewahrsam gehalten werden. Demnach muss der 43-Jährige spätestens Dienstag einem Haftrichter vorgeführt oder freigelassen werden.

Von

dpa

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