Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

27.04.2011

16:44 Uhr

Türkei

Erdogan will für Schiffe zweiten Bosporus graben

Wenn es nach dem Willen des türkischen Ministerpräsidents Erdogan geht, soll in seinem Land das größte Bauprojekt des Jahrhunderts beginnen. Er will eine zweite Verbindung zwischen dem Schwarzen und dem Marmarameer schaffen.

Ein Bosporus ist nicht genug - denkt sich der türkische Ministerpräsident Erdogan und will noch eine zweite Verbindung zwischen dem Schwarzen Meer und dem Marmarameer graben lassen. Quelle: ap

Ein Bosporus ist nicht genug - denkt sich der türkische Ministerpräsident Erdogan und will noch eine zweite Verbindung zwischen dem Schwarzen Meer und dem Marmarameer graben lassen.

Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan will westlich von Istanbul einen Schiffskanal als Alternative zum Bosporus bauen lassen. Machbarkeitsstudien für das Projekt, das eine zweite Verbindung zwischen dem Schwarzen Meer und dem Marmarameer schaffen würde, sollten binnen zwei Jahren abgeschlossen sein, sagte Erdogan am Mittwoch in Istanbul gut sechs Wochen vor der türkischen Parlamentswahl.
Der Istanbul-Kanal würde westlich von Istanbul auf einer Strecke von etwa 50 Kilometern verlaufen, etwa 150 Meter breit und rund 25 Meter tief sein. Er würde den stark befahrenen Bosporus, den jährlich mehr als 50.000 Handelsschiffe passieren, vor allem von dem gefährlichen Tankerverkehr entlasten.
„Heute krempeln wir die Ärmel hoch, um das größte Projekt des Jahrhundert zu beginnen, an das nicht mal der Panamakanal oder der Suezkanal herankommen“, sagte Erdogan vor begeisterten Anhängern. Die Türkei habe den festen Willen, dieses Projekt umsetzen. Kosten für den Bau nannte er nicht.

Von

dpa

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×