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21.07.2017

14:18 Uhr

Türkei-Krise

Ministerpräsident Yildirim plädiert für Deeskalation

Der türkische Ministerpräsident Binali Yildirim drängt auf Besonnenheit im Streit zwischen seinem Land und Deutschland. Es bringe keinem etwas, wenn die die Beziehungen geschädigt würden, sagt er.

„Unsere Regierung sieht Deutschland auch heute noch als einen strategischen Partner in Europa“, sagt der türkische Ministerpräsident. dpa

Binali Yildirim

„Unsere Regierung sieht Deutschland auch heute noch als einen strategischen Partner in Europa“, sagt der türkische Ministerpräsident.

IstanbulDer türkische Ministerpräsident Binali Yildirim hat sich für eine Deeskalation im Streit mit Deutschland ausgesprochen. „Mein Appel hier lautet, mit Besonnenheit zu handeln“, sagte Yildirim am Freitag in Ankara. „Es bringt weder Deutschland noch der Türkei etwas, wenn die Beziehungen geschädigt werden.“ Er plädierte dafür, die Spannungen nicht weiter zu erhöhen.

„Unsere Regierung sieht Deutschland auch heute noch als einen strategischen Partner in Europa“, sagte Yildirim. Er verwies auf die weit zurückreichenden bilateralen Beziehungen und auf die Waffenbrüderschaft zwischen dem Deutschen und dem Osmanischen Reich im Ersten Weltkrieg. Yildirim dementierte, dass gegen deutsche Unternehmen in der Türkei im Zusammenhang mit Terrorvorwürfen ermittelt werde. „Das ist gänzlich gelogen, so etwas gibt es nicht.“

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Yildirim sagte, der größte Streitpunkt zwischen Ankara und Berlin sei, dass türkische Terroristen etwa von der Gülen-Bewegung oder der kurdischen Arbeiterpartei PKK in Deutschland Unterschlupf fänden. Yildirim ist formell Regierungschef, tatsächlich bestimmt aber Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan den Kurs in Ankara.

Von

dpa

Kommentare (3)

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Herr Wolfram Börder

21.07.2017, 14:40 Uhr

Recht hat er ja - aber das mit dem Deeskalieren muss er seinem Chef sagen, nicht uns!

Herr Leo Löwenstein

21.07.2017, 14:50 Uhr

Spätestens seit den Nazi-Vergleichen von Erdogan und seinen Ministern ist das Verhältnis nachhaltig beschädigt worden.

Liegt vor allem an der Türkei. Müssen sie selber hinkriegen.

Herr Josemin Hawel

24.07.2017, 10:22 Uhr

Die Maulhedlen in Ankara haben gut reden. Von wegen Deeskaltion... Bei uns in Deutschland tummeln sich die Türken und die Deutschen - und haben sich BISHER recht gut vertragen. Dieser rechts-braun-versiffte Erdogan schnallt gar nicht, was er den Dönerbuden-Besitzern hier in Deutschland beschert mit seinem Anti-Deutschen Geblubber ...

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