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20.03.2017

12:01 Uhr

Türkei

Mehr als 2000 Festnahmen in einer Woche

Letzte Woche wurden insgesamt 2000 Menschen in der Türkei festgenommen - wegen des Verdachts Kontakte zu Extremisten der PKK zu haben. Seit dem gescheiterten Staatsstreich wurden mehr als 40.000 Menschen festgenommen.

2000 Menschen waren in der vergangenen Woche in der Türkei festgenommen worden. Rund 1000 der Festgenommenen werde Nähe zur verbotenen Arbeiterpartei PKK vorgeworfen. dpa

Festnahmen in der Türkei

2000 Menschen waren in der vergangenen Woche in der Türkei festgenommen worden. Rund 1000 der Festgenommenen werde Nähe zur verbotenen Arbeiterpartei PKK vorgeworfen.

AnkaraIn der Türkei sind in der vergangenen Woche nach Angaben des Innenministeriums mehr als 2000 weitere Menschen unter dem Verdacht festgenommen worden, Kontakte zu Extremisten zu unterhalten. Knapp der Hälfte werde vorgeworfen, Verbindungen zur verbotenen Kurdischen Arbeiterpartei PKK zu haben, teilte das Ministerium am Montag mit. Weitere knapp 1000 Personen würden verdächtigt, Kontakt zur Organisation des in den USA lebenden Predigers Fetullah Gülen zu unterhalten.

In ihm sehen die Behörden den Drahtzieher des Putschversuchs im vergangenen Jahr. 70 Personen seien wegen Verbindungen zur Islamisten-Miliz IS festgenommen werden, 28 weitere würden verdächtigt, zu „linksgerichteten Terrorgruppen“ zu gehören, teilte das Ministerium mit.

Seit dem gescheiterten Staatsstreich im Juli vergangenen Jahres wurden in der Türkei mehr als 40.000 Menschen festgenommen. Mehr als 100.000 Beschäftigte in Militär, öffentlichem Dienst oder der Privatwirtschaft wurden entlassen oder beurlaubt.

Von

rtr

Kommentare (3)

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Herr Old Harold

20.03.2017, 13:21 Uhr

...und die dürfen über den Wechsel von der Demokratie zur Diktatur natürlich nicht mit abstimmen.

(Den Tip hat er sich vermutlich von seinem neuen Kumpel Putin geholt. Der hatte erstmal alle nichtrussischen Einheimischen, wie die Krimtartaren deportiert, bevor er sich vom Rest eine 100 %ige Zustimmung seines Überfalls auf die Krim holte).

Herr Paul Kersey

20.03.2017, 14:03 Uhr

Man weiß manchmal nicht, wofür bestimmte Sachen gut sind. Aber sollte sich Erdogan so seine Präsidenten-Diktatur erkaufen, dann können wenigstens guten Gewissens diese dämlichen EU-Beitrittsverhandlungen beendet werden. Die Aufnahme dieser Gespräche in der Nacht vom 03. zum 04.Oktober 2005 war sowieso einer der größten Irrläufer der EU. Vermutlich waren die deutschen Vertreter seinerzeit nicht mehr ganz nüchtern, weil sie noch den Jahrestag der Wiedervereinigung gefeiert hatten.

Herr Peer Kabus

20.03.2017, 15:29 Uhr

@Herr Old Harold

Der Vergleich ist wohl etwas unpassend.

Hilfreicher wäre gewesen, nicht nur auf die Festgenommenen zu reflektieren.

Fragen Sie sich doch mal, warum in der Türkei alle angeblich Gülen nahestehenden im Staatsdienst Beschäftigten mit Namen, etc. veröffentlicht wurden.

Dazu gibt es offenkundig Listen und wie die bei der "Wahl" des bislang "neutralen"
Staatsoberhaupts genutzt werden können, ist leicht zu beantworten.

Und da geht es um mehr als nur um Betroffene in 5-stelliger Zahl.

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