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13.03.2016

19:48 Uhr

Türkei

Mindestens 34 Tote bei Explosion in Ankara

Erneut erschüttert ein Anschlag die Türkei. An einer Bushaltestelle in Ankara ist es zu einer Explosion gekommen. Laut Medienberichten sind dabei 34 Menschen getötet und mindestens weitere 125 verletzt worden.

Krankenwagen am Ort des Attentates. AP

Ankara

Krankenwagen am Ort des Attentates.

AnkaraIn der türkischen Hauptstadt Ankara hat sich offenbar ein Selbstmordattentäter in die Luft gesprengt und einem Medienbericht zufolge dabei mindestens 34 Menschen mit in den Tod gerissen. Weitere rund 125 Menschen seien verletzt worden, meldete der Fernsehsender CNN Türk weiter. Er berief sich auf den Gouverneur von Ankara. Aus Sicherheitskreisen verlautete, man gehe davon aus, dass ein Selbstmordattentäter eine Autobombe gezündet habe. Das Büro des Gouverneurs erklärte, es habe sich um „ein mit Sprengstoff beladenes Fahrzeug“ gehandelt.

Der Nachrichtensender BBC meldete unter Berufung auf Zeugenaussagen, die Explosion habe sich an der Haupt-Bushaltestelle auf dem Ataturk Boulevard in der Nähe von Regierungsministerien ereignet. Dort befindet sich auch ein Knotenpunkt des öffentlichen Nahverkehrs. Einige Fahrzeuge würden brennen, heißt es weiter.

Rauchende Trümmer an der Bushaltestelle. Reuters

Ankara

Rauchende Trümmer an der Bushaltestelle.

Zahlreiche Krankenwagen waren unterwegs zur Explosionsstelle, wie auf Fernsehbildern zu sehen war. Der Fernsehsender CNN Türk berichtete von zahlreichen Verletzten.

Die Regierung verhängte eine Nachrichtensperre über den Anschlag, die aber nicht offizielle Verlautbarungen betrifft.

Mitte Februar waren bei einem Anschlag auf einen Militärkonvoi in Ankara 28 Menschen getötet worden. Dazu bekannte sich damals die kurdische Extremistengruppe Freiheitsfalken Kurdistans TAK. Das ist eine Splittergruppe der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK, gegen die die türkische Regierung im Südosten des Landes militärisch vorgeht.

Die Türkei wurde in den vergangene Monaten aber auch immer wieder Opfer von Anschlägen, die sie der Terrormiliz Islamischer Staat zuschrieb. So sprengte sich im Januar ein Selbstmordattentäter vor der Blauen Moschee in Istanbul in die Luft und riss elf Deutsche mit in den Tod.

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