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24.08.2016

17:23 Uhr

Türkei

Offenbar erneut Massenentlassungen in türkischer Justiz

Die „Säuberungswelle“ rollt offenbar weiter: Erneut sollen in der Türkei Tausende Richter und Staatsanwälte entlassen worden sein. Präsident Erdogan drängt unterdessen auf die Auslieferung seines Intimfeinds Gülen.

Der türkische Präsident will bei US-Vizepräsident Joe Biden (l.) persönlich auf die Auslieferung des Predigers Fethullah Gülen drängen. Reuters

Recep Tayyip Erdogan

Der türkische Präsident will bei US-Vizepräsident Joe Biden (l.) persönlich auf die Auslieferung des Predigers Fethullah Gülen drängen.

IstanbulDie türkische Regierung hat einem Medienbericht zufolge erneut Tausende Bedienstete des Justizapparates im Zusammenhang mit dem gescheiterten Putsch entlassen. Über 2800 Richter und Staatsanwälte seien von der jüngsten Aktion betroffen, berichtete der TV-Sender CNN Türk am Mittwoch.

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Seit dem Putschversuch Mitte Juli wurden bereits rund 80.000 Angehörige von Militär, Verwaltung, Justiz und Bildungswesen suspendiert oder entlassen. Ihnen wird vorgeworfen, zum Netzwerk des in den USA lebenden Predigers Fethullah Gülen zu gehören, den die Regierung für den Umsturzversuch verantwortlich macht.

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Endlich kommt mit US-Vizepräsident Biden ein westlicher Spitzenpolitiker nach dem Putschversuch in die Türkei. Eigentlich hatte Ankara sehnsüchtig darauf gewartet. Doch plötzlich spielt der Besuch keine große Rolle mehr.

Am Dienstag hatte die türkische Regierung in Washington formell die Auslieferung Gülens beantragt, der jegliche Verstrickung in den Umsturzversuch zurückweist. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan will am Mittwoch bei US-Vizepräsident Joe Biden persönlich auf die Auslieferung Gülens dringen.

Von

rtr

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