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21.01.2017

15:31 Uhr

Türkei

Regierung erlässt offenbar Haftbefehle gegen 400 Personen

Die Regierung geht laut türkischen Medien davon aus, dass Anhänger des Predigers Fethullah Gülen über einen verschlüsselten Handy-Dienst ein Netzwerk gebildet haben. Unter den Gesuchten sollen zahlreiche Soldaten sein.

Im Zusammenhang mit dem Putschversuch sollen Anhänger des im Exil lebenden Predigers über die App Bylock miteinander kommuniziert. dpa

Fethullah Gülen

Im Zusammenhang mit dem Putschversuch sollen Anhänger des im Exil lebenden Predigers über die App Bylock miteinander kommuniziert.

AnkaraIm Zusammenhang mit dem Putschversuch in der Türkei hat die Staatsanwaltschaft einem Medienbericht zufolge Haftbefehle gegen mehr als 400 Personen erlassen, die sich mit der Nutzung eines verschlüsselten Handy-Dienstes verdächtig gemacht haben sollen. Die jetzt im ganzen Land Gesuchten sollen die Messenger-App Bylock benutzt haben, berichtete der Sender Habertürk am Samstag.

Die Regierung in Ankara geht davon aus, dass Anhänger des Predigers Fethullah Gülen über die App ein Netzwerk gebildet haben. Präsident Recep Tayyip Erdogan sieht in seinem im US-Exil lebenden Erzrivalen den Drahtzieher des Putschversuchs im Juli. Gülen weist dies zurück.

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Unter den jetzt wegen der Bylock-Verdächtigungen per Haftbefehl Gesuchten sind laut dem Sender zahlreiche Soldaten und Sicherheitskräfte. Bisher seien bei Razzien vor allem in Ankara und Istanbul zwölf Personen festgenommen worden. Die Fahndung laufe in insgesamt 48 Provinzen des Landes. Im August hatten die Behörden mitgeteilt, dass die Bylock-App geknackt worden sei und der Geheimdienst so an Informationen über die Mitglieder des Netzes gelangt sei.

Unmittelbar nach dem Putsch begann die türkische Regierung damit, in großem Stil gegen mutmaßliche Gülen-Anhänger vorzugehen. Derzeit warten rund 40.000 Inhaftierte auf ihren Prozess. Mehr als 100.000 Mitarbeiter von Militär, Justiz und öffentlichem Dienst wurden zudem entlassen.

Von

rtr

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