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18.05.2017

16:17 Uhr

Türkei-Streit

Gabriel droht mit Abzug von Nato-Soldaten

Außenminister Gabriel schaltet sich in den Streit mit der Türkei ein und droht mit dem Abzug von Nato-Soldaten aus der Türkei. Die Türkei hatte zuletzt den Besuch Bundestagsabgeordneter in Incirlik verboten.

Bei seinem Besuch in den USA reagiert der Außenminister auf das Besuchsverbot in Incirlik und droht der türkischen Seite gleichzeitig Konsequenzen an. dpa

Sigmar Gabriel in den USA

Bei seinem Besuch in den USA reagiert der Außenminister auf das Besuchsverbot in Incirlik und droht der türkischen Seite gleichzeitig Konsequenzen an.

WashingtonIm Streit um die Bundeswehrtruppen in der Türkei droht Außenminister Sigmar Gabriel nun auch mit einem Abzug von deutschen Soldaten aus einem Nato-Verband. Bei einem Besuch in Washington machte er am Donnerstag klar, dass es in der Auseinandersetzung mit Ankara um ein Besuchsverbot für Bundestagsabgeordnete nicht nur um die in Incirlik stationierten „Tornado“-Aufklärungsflugzeuge der Bundeswehr, sondern auch um die „Awacs“-Aufklärungsflieger der Nato in Konya gehe.

„Das ist eine integrierte Entscheidung. Ich glaube jedenfalls, dass beide Dinge schwer voneinander zu trennen sind“, sagte Gabriel nach politischen Gesprächen mit der US-Regierung. Die „Awacs“-Maschinen sind der bisher einzige größere Beitrag der Nato zum internationalen Kampf gegen die Terrororganisation Islamischer Staat (IS). Sie sind zu einem Drittel mit Bundeswehrsoldaten besetzt. Bei einem Abzug der deutschen Soldaten wäre der Einsatz insgesamt gefährdet.

Sigmar Gabriel in Washington

„Die Amerikaner werden ihre Möglichkeiten nutzen, um mit der Türkei zu sprechen“

Sigmar Gabriel in Washington: „Die Amerikaner werden ihre Möglichkeiten nutzen, um mit der Türkei zu sprechen“

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Die Türkei hat Bundestagsabgeordneten einen Besuch bei den in Incirlik stationierten rund 260 Bundeswehrsoldaten untersagt. Die Bundesregierung will die Soldaten und ihre Aufklärungsmaschinen nach Jordanien verlegen, falls die Türkei nicht einlenkt.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Herr Paul Kersey

18.05.2017, 17:33 Uhr

Es wird jedenfalls Zeit mal ein bisschen Druck aufzubauen.Vielleicht kriegt Gabriel das ja hin. Ein Scheitern des Nato-Engagements beim IS-Terrorkampf wegen diesem Idioten Erdogan? Da macht er sich in der Nato sicherlich überall Freunde. Das hat irgendwie was für mich!

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