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09.10.2012

16:04 Uhr

Türkei und Syrien

Grenzkonflikt steuert auf Eskalation zu

Die türkische Regierung hat weitere Kampfjets in die Grenzregion verlegt, die Nato hält Notfallpläne bereit. Um eine Eskalation zu verhindern, fordert der UN-Generalsekretär eine einseitige Waffenruhe von Syrien.

Eine Bombe im Nordwesten Syriens. AFP

Eine Bombe im Nordwesten Syriens.

Ankara/BrüsselMehr Kampfflugzeuge im Krisengebiet und verbale Aufrüstung seitens der Nato: Nach den Scharmützeln der vergangenen Tage hat sich die Lage an der türkisch-syrischen Grenze zu Wochenbeginn abermals zugespitzt. Während sich das Nordatlantikbündnis nach eigenen Angaben auf eine weitere Eskalation vorbereitet und Ankara im Notfall zur Seite stehen will, verlegte die türkische Militärführung in der Nacht zum Dienstag mindestens 25 weitere Kampfjets vom Typ F-16 auf die Luftwaffenbasis Diyarbakir. Dies berichtete die Nachrichtenagentur Dogan unter Berufung auf Militärkreise.

Vor diesem Hintergrund ließen brisante Töne aus dem Nato-Hauptquartier aufhorchen: „Wir haben alle notwendigen Pläne bereitliegen, um die Türkei zu schützen und zu verteidigen“, sagte Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen am Dienstag zu Beginn des Treffens der Nato-Verteidigungsminister in Brüssel. „Wir hoffen aber, dass dies nicht notwendig sein wird, dass alle Beteiligten Zurückhaltung zeigen und eine Eskalation der Krise vermeiden.“

Auch Berlin sicherte der Regierung in Ankara Solidarität zu. „Deutschland steht wie die Bundeskanzlerin gesagt hat, wie der Außenminister sagt, wie ich sage, fest an der Seite der Türkei“, betonte Bundesverteidigungsminister Thomas De Maizière (CDU) und ergänzte: „Wir halten für richtig, dass die Türkei entschlossen und besonnen reagiert hat und reagieren wird, und alle sollten daran arbeiten, dass es dabei bleibt.“

Kommentare (10)

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Account gelöscht!

09.10.2012, 16:25 Uhr

Warum sollte Syrien auf die Türkei schießen?
Und wer profitiert von der türkischen Reaktion?

Beide Fragen führen dazu, daß es für Syrien absolut unlogisch wäre, vorsätzlich die Türkei zu beschießen. Andererseits profitieren gerade die terroristischen Rebellen in Syrien von dieser Eskalation. Es kann also ohne weiteres sein, daß gerade diese Terroristen vorsätzlich türkisches Gebiet beschießen, um Unterstützung durch die NATO zu erhalten. Das ist es doch, was sie seit Monaten erreichen wollen. Durch die Massaker an Zivilisten haben sie es nicht geschafft. Mit einem Beschuß aus Mörsern könnte sie die Unterstützung doch noch erhalten.

Account gelöscht!

09.10.2012, 16:33 Uhr

Es ist zum aus der Haut fahren, wie verlogen wir hier verarscht werden! Himmel noch mal! Was will denn Syrien mit Angriffen auf die Türkei???

Das ist billigst inszeniert - und die Massen werden dümmlich gehalten!

Scheitern und verlieren sollen sie, diese kriegstreibenden Affen!

Ich hoffe nur, dass Russland und China hier rechtzeitig Grenzen setzen - aber die NATO spielt blitzsauber mit und erklärt sich Bündnisbereit...

Mann, mann, mann, da steckt Potenzial drin...

Super-Angie

09.10.2012, 16:35 Uhr

wer weiß welche wasser-reichen Kurdengebiete den Türcken versprochen wurden von den USA(Ossmann läßt grüßen ); im Irak gibts auch noch bewachte Reservate für die Kurden. Außerdem locken Ölquellen ganz in der Nähe; darauf wird man nicht verzichten; man muß sich nur mit den USA/Juden arrangieren, dann klappt das schon.
Als künftiges Aufmarschgebiet gegen RU ist der Iran anzusehen, sollte man die Regime in Syrien/Iran pseudo-demokratisiert haben.

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