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08.09.2015

10:58 Uhr

Türkei

Zwölf Polizisten bei PKK-Anschlag getötet

Der Konflikt zwischen PKK und türkischer Regierung eskaliert zusehends. Am Dienstag wurden bei einem Bombenanschlag zwölf Polizisten getötet, zuvor hatte die Regierung erneut Luftangriffe gegen PKK-Stellungen geflogen.

Bereits am Sonntag waren bei einem Anschlag in Daglica 16 Soldaten getötet worden. dpa

PKK attackiert türkische Sicherheitskräfte

Bereits am Sonntag waren bei einem Anschlag in Daglica 16 Soldaten getötet worden.

AnkaraBei einem Anschlag im Osten der Türkei sind am Dienstag zwölf Polizisten getötet worden. Mutmaßlich seien kurdische Rebellen dafür verantwortlich, berichteten die türkische Nachrichtenagentur Anadolu und der staatliche Fernsehsender TRT. Die Bombe sei explodiert, als ein Polizeifahrzeug vorbeigefahren sei, das eine Gruppe von Zollbeamten zu einem Grenzübergang eskortiert habe. Einige weitere Polizisten seien verletzt worden. Der Angriff ereignete sich in der Provinz Igdir in der Nähe der Grenze zu Armenien.

Zuvor waren bei einem Angriff der Untergrundorganisation Kurdische Arbeiterpartei (PKK) und Gefechten im südosttürkischen Daglica in der Provinz Hakkari am Sonntag 16 Soldaten getötet worden. Daraufhin bombardierten mehr als 50 türkische Kampfflugzeuge am Montagabend Stellungen der PKK im Nordirak. Laut Anadolu sollen dabei bis zu 40 Rebellen ums Leben gekommen sein. Nach den Anschlägen auf die Provinz Hakkari hatte der türkische Ministerpräsident Ahmet Davutoglu versprochen, er wolle die Region „von Terroristen säubern“.

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Steine und wütende Randalierer – wegen eines Tweets stürmten Anhänger der Regierungspartei AKP die Redaktion der türkischen Zeitung „Hürriyet”. Der Angriff kommt in einer schweren Zeit für die Pressefreiheit im Land.

Seit dem Ende der Waffenruhe zwischen der Regierung und der PKK Ende Juli liefern sich Sicherheitskräfte und Anhänger der Rebellenbewegung täglich Gefechte. Seit Ende Juli wurden laut amtlichen Medien bereits etwa tausend PKK-Kämpfer getötet. Fast 70 Polizisten und Soldaten starben bei PKK-Anschlägen oder bei Gefechten. Die Hoffnungen auf ein Ende des drei Jahrzehnte andauernden Konflikts rückten wieder in weite Ferne.

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