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24.01.2004

22:09 Uhr

Türkisches Vermittlungsangebot für Nahost stößt auf Zustimmung

Türkei will zwischen Israel und Syrien vermitteln

Die türkische Regierung wird sich möglicherweise in den Konflikt zwischen Israel und Syrien einschalten. Beide Länder hätten ein entsprechendes Angebot begrüßt, sagte Regierungschef Erdogan.

HB BERLIN. Der Vorschlag der Türkei, im Konflikt zwischen Israel und Syrien zu vermitteln, ist auf positive Resonanz gestoßen. Das sagte der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan am Samstag auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos. Sein Außenminister Abdullah Gül werde «sehr bald» die Arbeit aufnehmen.

Der Plan, als vermittelndes Land zu fungieren, wurde nach Erdogans Angaben bereits Anfang Januar entwickelt. Der syrische Präsident Baschar el Assad habe ihm persönlich bei einem Besuch gesagt, dass er «sehr glücklich» wäre, wenn Ankara bei der Überwindung der Differenzen mit Israel helfen würde, so Erdogan. Auch der israelische Botschafter habe positiv reagiert.

Hauptstreitpunkt zwischen Israel und Syrien sind die von Israel seit 1967 besetzten und annektierten Golan-Höhen. Syrien hatte zuletzt neue Friedensgespräche vorgeschlagen, will die Verhandlungen aber da wiederaufnehmen, wo sie im Januar 2000 abgebrochen wurden. Damals hatte die israelische Regierung einen Rückzug bis auf einen schmalen Streifen entlang des Ostufers vom See Genezareth erwogen. Der israelische Ministerpräsident Ariel Scharon sprach sich bisher stets gegen einen vollständigen Rückzug der israelischen Truppen vom Golan aus.

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