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02.02.2011

09:55 Uhr

Tunesien, Ägypten, Jemen

Arabischer Aufstand zwingt Despoten zum Rückzug

Der Flächenbrand in der arabischen Welt ist in vollem Gange: Wie der ägyptische Präsident Husni Mubarak verzichtet auch der jemenitische Präsident Ali Abdullah Salih wegen Protesten gegen seine Führung auf eine weitere Amtszeit. Müssen nun auch andere arabische Machthaber dem Druck der Straße weichen?

Der jemenitische Präsident Ali Abdullah Saleh: Rückzug, aber nicht Rücktritt. dpa

Der jemenitische Präsident Ali Abdullah Saleh: Rückzug, aber nicht Rücktritt.

HB SANAA. Der jemenitische Präsident Ali Abdullah Saleh hat am Mittwoch angekündigt, er werde keine weitere Amtszeit anstreben. Damit würde seine seit drei Jahrzehnten andauernde Herrschaft spätestens im Jahr 2013 enden, wenn seine Amtszeit planmäßig ausläuft. Er habe auch nicht die Absicht, die Herrschaft seinem Sohn zu übergeben, sagte Saleh.

In Jemen hat es in den vergangenen Tagen ebenso wie in Tunesien und Ägypten Protestdemonstrationen gegen die Regierung gegeben. Eine weitere große Kundgebung ist für Donnerstag in der Hauptstadt Sanaa geplant. Saleh appellierte an die Bürger, auf weitere Proteste zu verzichten.

In Tunesien hat Präsident Zine-al Abidine Ben Ali angesichts des Volksaufstandes das Land verlassen. Ägyptens Präsident Husni Mubarak kündigte an, nach dem Ende seiner Amtszeit im September nicht wieder anzutreten.

In Ägypten gehen derweil die Proteste auch nach der Rückzugsankündigung von Präsident Mubarak weiter. Mehrere hundert Demonstranten hielten sich am Mittwochmorgen auf dem Tahrir-Platz in Kairo auf. Am Vortag hatten dort Hunderttausende den Rücktritt Mubaraks gefordert.

Der Staatschef hatte am späten Dienstagabend in einer Fernsehansprache angekündigt, bei der Präsidentenwahl spätestens in diesem September nicht mehr zu kandidieren. Die Protestbewegung, die seit acht Tagen auf dem Tahrir-Platz demonstriert, verlangt den sofortigen Rücktritt Mubaraks. Redner auf dem Platz kündigten in der Nacht zum Mittwoch weitere Kundgebungen an.

Kommentare (2)

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Joseph

02.02.2011, 12:00 Uhr

Wir sollten das ägyptische Volk unterstützen und als Zeichen unserer Verbundenheit jetzt und ohne Forderungen die büste der Nofretete dem Volk zurückgeben. Sie wurde vom Deutschen Reich gestohlen und Deutschland kann daran kein Eigentum erwerben. Jetzt können wir zeigen, ob wir einen Rechtsstaat haben.

Zipflkl4tscher

02.02.2011, 12:42 Uhr

Joseph,

danke für den Kommentar, aber das interessiert glaub keine Sau...

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