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13.10.2015

01:46 Uhr

Tunesien

Al Kaida-nahe Gruppe tötet Soldaten

Eben erst hat ein tunesisches Bündnis den Friedensnobelpreis bekommen. Doch nun stellen Extremisten klar: Frieden gönnen sie dem nordafrikanischen Land nicht. Am Montag starben deshalb zwei Soldaten.

Im Januar 2011 begrüßen Demonstranten in Tunis Soldaten (Archivfoto). Am Montag wurden im Westen des Landes Soldaten von Extremisten getötet. ap

Tunis 2011

Im Januar 2011 begrüßen Demonstranten in Tunis Soldaten (Archivfoto). Am Montag wurden im Westen des Landes Soldaten von Extremisten getötet.

TunisWenige Tage nach Vergabe des Friedensnobelpreises an ein tunesisches Bündnis aus Gewerkschaftern, Arbeitgebern, Anwälten und Menschenrechtlern sind in dem nordafrikanischen Land zwei Soldaten bei Kämpfen gegen Extremisten getötet worden. Nach der Entführung eines Hirten habe die Armee in der Gegend des Mont Samama eine Razzia durchgeführt, teilte das Verteidigungsministerium mit. Drei weitere Soldaten seien bei dem Einsatz verletzt worden.

Eine dem Al-Kaida-Ableger in Nordafrika nahestehende Gruppe, die Oqba-Ibnou-Nafaa-Brigade, übernahm die Verantwortung für die Tötungen, wie die Organisation SITE meldete, die auf die Beobachtung von Extremistenseiten im Internet spezialisiert ist.

Der Schauplatz der jüngsten Kämpfe befindet sich im Westen des Landes, in der Dutzende Sicherheitskräfte bei Auseinandersetzungen mit islamistischen Extremisten ums Leben gekommen sind.

Am Freitag war das Quartett für den nationalen Dialog der Friedensnobelpreis für seinen „entscheidenden Beitrag zum Aufbau einer pluralistischen Demokratie“ in Tunesien nach dem Arabischen Frühling zuerkannt worden.

Tunesien war Ausgangsland des sogenannten Arabischen Frühlings, bei dem in Volksaufständen mehrere Machthaber arabischer Länder gestürzt wurden. Anders als etwa in Libyen und im Jemen glitt Tunesien in der Folge nicht in einen Bürgerkrieg ab, sondern baute schrittweise und unter Einbeziehung vieler politischer und gesellschaftlicher Kräfte demokratische Strukturen auf. Allerdings gab es in diesem Jahr bereits zwei Terroranschläge auf die wichtige Tourismusindustrie.

Von

ap

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