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15.01.2011

17:15 Uhr

Tunesien

Viele Tote bei Gefängnisbrand – Deutsche bald zu Hause

Bei einem Gefängnisbrand im tunesischen Küstenort Monastir sind mehrere Dutzend Menschen ums Leben gekommen. Nach dem blutigen Machtwechsel in Tunis bringen Reiseveranstalter viele der Tausenden deutschen Urlauber wieder nach Hause. In Tunis soll nun eine nationale Regierung der Einheit gebildet werden.

HB TUNIS/PARIS/BERLIN. Die staatliche Nachrichtenagentur bezifferte die Zahl der Opfer bei dem Gefägnisbrand auf 42, Mediziner berichteten der Nachrichtenagentur dpa dagegen von bis zu 60 Toten. Nach ersten Erkenntnissen hatten verzweifelte Häftlinge ihre Matratzen in Brand gesteckt, um ihre Entlassung zu erzwingen. Die Flammen hätten dann schnell auf das gesamte Gebäude übergegriffen.

Als die Insassen zu fliehen versuchten, eröffneten Wärter nach Augenzeugenberichten das Feuer; mehrere seien an Schusswunden gestorben, andere verbrannt. Auch in der Stadt Kasserine stand ein Gefängnis in Flammen. Nach Augenzeugenberichten gelang es hier jedoch zahlreichen Häftlingen, rechtzeitig zu fliehen.

In Tunesien gibt es durch ein Machtvakuum nach der Flucht von Präsident Ben Ali zur Zeit zahlreiche Attacken gegen öffentliche Gebäude und Einrichtungen. In dem nordafrikanischen Urlaubsland herrscht der Ausnahmezustand.

Deutsche Tunesien-Urlauber bald wieder zu Hause

Reiseveranstalter haben am Samstag viele deutsche Urlauber aus dem Unruheland Tunesien wieder in die Heimat gebracht. Tausende Deutsche hatten in dem nordafrikanischen Land festgesessen, nachdem Präsident Zine el Abdine Ben Ali geflüchtet war und der Ausnahmezustand galt. Der Anbieter Thomas Cook setzte erneut Sondermaschinen ein, um die verbliebenen knapp 1800 Urlauber zurück nach Deutschland bringen, sagte Unternehmenssprecher Mathias Brandes. Rewe Touristik und Tui, die am Freitag zunächst keine Rückholaktionen gestartet hatten, entschieden am Samstag, ihre Reisenden doch heimzufliegen.

Außenminister Guido Westerwelle (FDP) geht davon aus, dass bis Ende des Wochenendes alle deutschen Touristen, die in die Heimat zurückkehren wollen, auch zurückgebracht werden können. Wichtig sei, Kontakt mit dem Reiseveranstalter oder Reiseleiter vor Ort aufzunehmen, um "koordiniert, besonnen und abgestimmt" zu handeln.

Urlauber sollten nicht auf eigene Faust die Rückreise antreten, sagte Westerwelle am Samstag in Berlin. Von Reisen nach Tunesien rate das Auswärtige Amt derzeit weiter ab.

Kommentare (2)

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aruba

15.01.2011, 19:02 Uhr

Guten Tag;.... Wer glaubt dies sei der erste Schritt zur Normalitaet...... der irrt. Dies ist erst der Anfang. Wenn wir bedenken dass es in ganz Afrika nur eine echte Demokratie gibt (Suedafrika ?! ) und was wir alles in Afrika angezettelt, gepluendert und geraubt haben;..... dann Gnade uns Gott. Sogar der kleine Teufel im Elysée hat sich die Hose vollgeschissen als der Mistkerl ben Ali bei ihm Unterschlupf suchte. ich fresse 2 besen am Stueck wenn nicht bald auch die toenernen Tronsessel der Moerder in Jordanien und Marokko wackeln. Von Aegypten wollen wir lieber gar nicht reden. Uns scheint Mohammed Hosni Mubarak ein jovialer Geselle zu sein. Auch er knebelt sein Volk seit dem gewaltsamen Tod von Anwar as Saddad mit permanentem Ausnahmezustand. Schoenen Urlaub.

Welt der Wunder

15.01.2011, 19:34 Uhr

...ich habe mir gerade die Karte an die Wand gehängt wo die ganzen Solarkraftwerke und HGÜ-Leitungen gebaut werden sollen. Fast alle Nordafrikanischen Länder bis runter, höhe Sahara sind in die zukünftige Stromversorgung Europas einbezogen. Da wird wohl zukünftig öfter das Licht in Europa ausgehen, so ähnlich wie man am Gashahn ab und zu in Russland dreht. Theodor wird dann die bundeswehr verzehnfachen müssen damit wir dann Strom zum Wasser kochen haben.
Schöne Grüne Träume.

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