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05.11.2012

09:57 Uhr

Turbulente Woche

Griechenland in Streikstarre

Während die Entscheidung über das Sparpaket in Athen immer näher rückt, drohen Streiks das Land lahmzulegen. Schon am Montag stand einiges still – doch es geht noch mehr. So richtig wird es am Dienstag losgehen.

Streik der griechischen Bankangestellten in Athen am 24. Oktober. dpa

Streik der griechischen Bankangestellten in Athen am 24. Oktober.

AthenAus Protest gegen ein neues Sparpaket in Höhe von 13,5 Milliarden haben in Griechenland umfangreiche Streiks begonnen. Weder Radio noch Fernsehen sendeten Nachrichten, weil Journalisten ihre Arbeit niedergelegt hatten. Tausende Menschen kamen zu spät zur Arbeit, weil beispielsweise in Athen weder U-Bahnen noch Straßenbahnen und Stadtbahn fuhren. Auch die Taxifahrer streiken für 24 Stunden. Die Krankenhausärzte behandeln nur Notfälle. Auch die Mitarbeiter der Müllabfuhr legten ihre Arbeit nieder.

Am Dienstag und Mittwoch werden die Streiks dann voraussichtlich das gesamte öffentliche Leben lahmlegen. Dann wollen auch die Bankangestellten, die Seeleute, die Bahngewerkschaft und die Busfahrer sowie die Staatsbediensteten und die Lehrer streiken.

Vor Abstimmung: Sparpaket spaltet die griechische Regierung

Vor Abstimmung

Sparpaket spaltet die griechische Regierung

Am Mittwoch wird das Parlament über das neueste Sparpaket abstimmen.

Am Dienstag wird es wegen eines Fluglotsenstreiks zwischen 09.00 Uhr und 12.00 Uhr (MEZ) zu erheblichen Verspätungen und einigen Annullierungen im Flugverkehr kommen.

Die Proteste sollen am Mittwochabend mit einer Demonstration vor dem Parlamentsgebäude in Athen ihren Höhepunkt erreichen. Am späten Mittwochabend soll nämlich das neue Sparprogramm vom Parlament gebilligt werden.

Von

dpa

Kommentare (17)

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Binkeingrieche

05.11.2012, 10:25 Uhr

Wenn die Griechen die Energien, die sie wöchentlich für Streiks in den Aufbau ihres Landes einsetzen würden, benötigten sie keine Hilfen ihrer Euro-Partner.
Aber das Maul weit aufzureißen, ist allemal besser und einfacher, als sich für seine Belange selbst einzusetzen und daran zu arbeiten. Diesem Land dürfen wir keinen müden Cent mehr hinterherwerfen!

Account gelöscht!

05.11.2012, 10:28 Uhr

Der euro in bester form und was er gebracht hat....bürgerkriegsähnliche Zustände die sich garantiert ausbreiten werden. Am Ende wird die Politik dann versuchen eine irrwitzige nächste Katastrophenlösung zu bringen, für PRobleme die sie selbst geschaffen hat.

Der Bürger MUSS wieder den Staat representieren und die politische Gewalt in seine Hand zurückholen. Politiker haben nicht nur versagt sondern sie haben das System missbraucht und bis zur Unkenntlichkeit misshandelt.

Account gelöscht!

05.11.2012, 10:50 Uhr

Wenn man Streiks exportieren könnte, wäre Griechenland Exportweltmeister.

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