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12.01.2016

14:37 Uhr

TV-Debatte der Republikaner

Paul und Fiorina dürfen nicht mehr mitreden

Da waren’s nur noch sieben: Das Feld der republikanischen US-Präsidentschaftsbewerber lichtet sich – zumindest bei den TV-Debatten. Der US-Sender Fox hat zwei Kandidaten verbannt. Donald Trump ist nicht darunter.

Carly Fiorina spricht, Ted Cruz (l.) und Rand Paul hören zu. Von den dreien wird nur Cruz noch bei der nächsten großen TV-Debatte von Fox zu sehen sein. ap

Fernsehdebatte von US-Präsidentschaftsbewerbern

Carly Fiorina spricht, Ted Cruz (l.) und Rand Paul hören zu. Von den dreien wird nur Cruz noch bei der nächsten großen TV-Debatte von Fox zu sehen sein.

Des MoinesDer Fernsehsender Fox lässt bei der nächsten Fernsehdebatte der Republikaner nur noch sieben Präsidentschaftsbewerber miteinander streiten. Kentuckys Senator Rand Paul und Ex-HP-Chefin Carly Fiorina müssen sich mit einer kleineren Debatte vor dem eigentlichen Prime-Time-Spektakel am Donnerstag begnügen. Das gab das TV-Netzwerk am Montagabend (Ortszeit) bekannt.

Bei der fünften republikanischen Debatte stehen somit nur noch der in Umfragen führende Milliardär Donald Trump, die Senatoren von Texas und Florida, Ted Cruz und Marco Rubio, Ex-Neurochirurg Ben Carson, Floridas früherer Gouverneur Jeb Bush sowie die amtierenden Gouverneure von New Jersey und Ohio, Chris Christie und John Kasich, auf der Bühne. Die Diskussion findet diesmal in South Carolina statt. Sie beginnt am Donnerstagabend um 21 Uhr (Ortszeit, 3 Uhr MEZ).

Fahrplan bis zur Präsidentschaftswahl 2016

Die Ausgangssituation

Im November 2016 wählen die USA den Nachfolger von Präsident Barack Obama. Während bei Obamas Demokraten die frühere Außenministerin und ehemalige First Lady Hillary Clinton als große Favoritin für die Kandidatur gilt, zeichnet sich bei den Republikanern ein spannendes Nominierungsrennen ab.

Erstes Abtasten der Bewerber

Bei Demokraten und Republikanern hat das Rennen um das Weiße Haus in den vergangenen Monaten Fahrt aufgenommen. Die Bewerber sammelten Spenden, reisten zu Kundgebungen quer durch das Land und traten in parteiinternen TV-Debatten gegeneinander an. Die Präsidentschaftsanwärter konzentrieren sich vor allem darauf, die Basis der eigenen Partei von sich zu überzeugen.

Vorentscheidung beim Super-Dienstag

Am 1. Februar finden traditionell im ländlich geprägten Bundesstaat Iowa im Mittleren Westen die ersten Vorwahlen statt, gefolgt von den Abstimmungen in New Hampshire am 9. Februar. Die Ergebnisse aus Iowa: Bei den Demokraten lag Hillary Clinton hauchdünn vor Bernie Sanders, die Republikaner sehen Ted Cruz vor Milliardär Donald Trump.

Nach und nach stellen sich die republikanischen und demokratischen Bewerber in allen 50 Bundesstaaten dem Votum der Wähler. Die Abstimmungen ziehen sich bis in den Juni, meist stehen die Mehrheitsverhältnisse aber schon vorher fest. Eine Vorentscheidung könnte beim sogenannten Super-Dienstag am 1. März fallen, wenn 13 Bundesstaaten gleichzeitig abstimmen.

„Primary“- und „Caucus“-System

Bei manchen Vorwahlen dürfen nur registrierte Parteimitglieder teilnehmen, andere sind offen für alle Wahlberechtigten. Unterschieden wird je nach Bundesstaat auch zwischen dem „Primary“-System, bei dem Bürger den ganzen Tag ihre Stimme in einem Wahllokal abgeben können, und dem „Caucus“-System, bei dem sich Parteimitglieder zu abendlichen Diskussionsrunden auf Ortsebene treffen und dabei abstimmen.

Kandidatenkür bei den Parteitagen

Abschluss des Vorwahlprozesses sind die sogenannten Conventions, bei denen Delegierte aus allen Bundesstaaten den Kandidaten ihrer Partei ins Rennen schicken. Die Zahl der Vertreter, die jeder Staat entsenden darf, wird durch eine komplizierte Formel festgelegt und hängt vor allem von seiner Bevölkerungsstärke ab. Die meisten Delegierten sind an die Vorwahlergebnisse aus ihrem Heimatstaat gebunden.

Die Republikaner halten ihre Convention vom 18. bis 21. Juli in Cleveland im Bundesstaat Ohio ab. Der Nominierungsparteitag der Demokraten findet vom 25. bis 28. Juli in Philadelphia im Bundesstaat Pennsylvania statt.

Heiße Wahlkampfphase

Im Herbst 2016 liegen die entscheidenden Wochen des Wahlkampfes. Fast täglich erscheinen neue Umfrageergebnisse, mit denen Republikaner und Demokraten ihre Chancen abschätzen können. In drei Fernsehduellen am 26. September, 9. Oktober und 19. Oktober debattieren die Kandidaten innen- und außenpolitische Themen, während die Bevölkerung in besonders umkämpften Bundesstaaten wie Florida oder Ohio mit Wahlwerbespots überschwemmt wird. Beide Parteien sind auf der Hut vor einem „October Surprise“ – einem unerwarteten Ereignis im Oktober, das dem Präsidentschaftsrennen eine neue Dynamik geben könnte.

Für Paul und Fiorina ist die Ankündigung rund drei Wochen vor der ersten Abstimmung der republikanischen Parteianhänger in Iowa ein herber Rückschlag. Paul kündigte bereits an, nicht an der kleineren Debatte drei Stunden vorher teilzunehmen. Die Ausweisung in die zweite Reihe sei etwas, das sein Wahlkampfteam nicht akzeptieren könne.

Von

ap

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