Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

10.02.2015

11:56 Uhr

Twitter-Gegner

Erdogan setzt ersten eigenen Tweet ab

Bislang war der türkische Präsident Tayyip Erdogan als Twitter-Gegner bekannt. Völlig überraschend setzte der konservative Politiker jetzt seinen ersten Tweet ab – und forderte seine Landsleute zum Nichtrauchen auf.

Der erste Tweet des türkischen Präsidenten.

Erdogan twittert?

Der erste Tweet des türkischen Präsidenten.

IstanbulDer türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan gilt eigentlich als Verächter der sozialen Online-Netzwerke. Zur großen Überraschung vieler Twitter-Nutzer hat der konservative Politiker nun seinen ersten offiziellen Tweet abgesetzt: „Reißt euch zusammen und widersteht dem Gift“, lautete die Nachricht, die Erdogan mit seinen Initialen RTE unterzeichnete.

Das Twitter-Profil @RT_Erdogan wurde zuletzt von Unterstützern des Staatschefs genutzt, nun aber offiziell vom Präsidentenbüro übernommen. Von Erdogan persönlich verfasste Nachrichten sind an seinem Kürzel RTE zu erkennen, Tweets ohne solche Kennzeichnung stammen von seinen Mitarbeitern, wie Pressesprecher Mucahit Kucukyilmaz der Nachrichtenagentur Anadolu sagte. „Er wollte an einem besonderen Tag wie heute den Anfang machen“, erklärte Kucukyilmaz, ohne allerdings Gründe für den plötzlichen Sinneswandel Erdogans zu nennen.

#QuestionsForMen: Neue Sexismus-Debatte tobt auf Twitter

#QuestionsForMen

Neue Sexismus-Debatte tobt auf Twitter

Bei Twitter läuft wieder eine Sexismus-Debatte. Unter dem Hashtag #QuestionsForMen werden Fragen gesammelt, die sich viele Frauen im Alltag gefallen lassen müssen, Männer aber nur selten zu hören bekommen.

Viele ranghohe türkische Politiker nutzen Twitter schon seit Längerem, auch Außenminister Ahmet Davutoglu hat dort ein eigenes Profil. Erdogan verschmähte den Online-Dienst aber bislang. „Ich habe nichts zu tun mit Twitter“, bekannte er im Februar 2014. Im August bezeichnete er Twitter sogar als „Messer in der Hand eines Mörders“ und betonte: „Ich mag es nicht zu twittern.“

Seine Ablehnung dürfte sich auch aus den Massenprotesten gegen seine Regierung Mitte 2013 speisen, die auch über Netzwerke wie Twitter und Facebook vorangetrieben wurden. Nach der Verbreitung von Korruptionsvorwürfen gegen die Regierung des damaligen Ministerpräsidenten Erdogan wurden im Frühjahr 2014 die Zugänge zu den Internetplattformen Twitter und YouTube in der Türkei vorübergehend gesperrt. Das Verfassungsgericht hob die Sperren seinerzeit wieder auf.

Von

afp

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×