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12.07.2017

09:51 Uhr

U-Boot-Deal

Netanjahus Rechtsberater steht unter Hausarrest

Es wird eng für den israelischen Ministerpräsidenten: Sein Rechtsberater Schimron ist im Zuge von Korruptionsermittlungen unter Hausarrest gestellt worden. Netanjahu wies die Vorwürfe um den Kauf dreier U-Boote zurück.

Der israelische Premierminister soll im Zuge der Ermittlungen um den geplanten Kauf dreier deutscher U-Boote befragt werden. dpa

Benjamin Netanjahu

Der israelische Premierminister soll im Zuge der Ermittlungen um den geplanten Kauf dreier deutscher U-Boote befragt werden.

Tel AvivIn der Affäre um den geplanten Kauf dreier deutscher U-Boote gerät Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu unter Druck. Im Zuge der Korruptionsermittlungen bei dem Geschäft wurde sein persönlicher Rechtsberater und Verwandter David Schimron unter Hausarrest gestellt. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur vom Mittwoch fiel die Entscheidung dazu bereits am Sonntag.

Schimron vertritt auch Miki Ganor, den israelischen Vertriebspartner von ThyssenKrupp Marine Systems (TKMS). Die Polizei hatte am Dienstag mitgeteilt, dass sieben Personen festgenommen worden seien, unter ihnen Ganor. Die Festnahmen seien unter anderem wegen des Verdachts auf Geldwäsche und Betrug erfolgt. Drei der Verdächtigen befänden sich mittlerweile unter Hausarrest.

Bei dem nach Angaben des Bundesverteidigungsministeriums 1,8 Milliarden Euro teuren Geschäft geht es um drei U-Boote von TKMS in Kiel. Außerdem hat Israel 2015 einen Vertrag zum Kauf von vier Korvetten abgeschlossen.

Laut Medienberichten soll auch Netanjahu im Zuge der Ermittlungen befragt werden. Im Februar hatte das Justizministerium betont, dass er kein Verdächtiger in dem Fall sei.

Schimron und Netanjahu haben die Korruptionsvorwürfe zurückgewiesen. Netanjahu hat betont, er habe sich beim Kauf der U-Boote nur von Sicherheitserwägungen leiten lassen.

Von

dpa

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