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27.05.2012

09:38 Uhr

Über 90 Tote

Entsetzen über Massaker in Syrien

Bei einem Massaker sind in Syrien mehr als 90 Zivilisten ums Leben gekommen, darunter auch viele Kinder. Die entsetzte internationale Gemeinschaft fordert erneut ein Ende der Gewalt - doch das Blutvergießen geht weiter.

Weltweites Entsetzen über Massaker in Syrien

Video: Weltweites Entsetzen über Massaker in Syrien

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New York/DamaskusEin Massaker an Zivilisten in Syrien mit mehr als 90 Todesopfern hat die internationale Gemeinschaft entsetzt. Doch auch am Samstag ging das Blutvergießen in dem Land weiter.

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon und der Syrien-Sondergesandte Kofi Annan verurteilten das „schreckliche und brutale Verbrechen“ scharf. Dieser „wahllose und unverhältnismäßige Einsatz von Gewalt“ stelle eine klare Verletzung internationalen Rechts dar, heißt es in einer am Samstag am UN-Hauptsitz in New York verbreiteten gemeinsamen Erklärung Bans und Annans. Sie forderten die syrische Regierung auf, den Einsatz schwerer Waffen in bewohntem Gebiet sofort zu stoppen. Jede Form der Gewalt in Syrien müsse beendet werden.

Auch US-Außenministerin Hillary Clinton verurteilte das Blutbad scharf. Sie verlangte in der Erklärung vom Samstag in Washington ein Ende der Gewalt. Die Verantwortlichen müssten zur Rechenschaft gezogen werden. Die USA würden mit der internationalen Gemeinschaft zusammenarbeiten, um den Druck auf den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad und „seine Spießgesellen“ zu erhöhen. „Deren Herrschaft durch Mord und Angst muss ein Ende haben“, forderte Clinton.

Aufstände in Syrien. dpa

Aufstände in Syrien.

Bundesaußenminister Guido Westerwelle verlangte, dass die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden. Westerwelle forderte Konsequenzen. Das Assad-Regime müsse die Gewalt sofort einstellen, den Friedensplan des ehemaligen UN-Generalsekretärs Annan in vollem Umfang umsetzen und vorbehaltlos mit den UN-Beobachtern zusammenarbeiten. „Es ist schockierend und empörend, dass das syrische Regime seine brutale Gewalt gegen das eigene Volk nicht einstellt.“

Der französische Außenminister Laurent Fabius erklärte: „Mit diesen neuen Verbrechen treibt das mörderische Regime Syrien noch tiefer in das Entsetzen und gefährdet die Stabilität der Region“. Großbritannien forderte eine „starke internationale Reaktion“. Die britische Regierung setzte sich für eine Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrates ein, um eine Antwort auf dieses „entsetzliche“ Verbrechen zu koordinieren, erklärte Außenminister William Hague am Samstag. Dazu werde man sich mit den Verbündeten, dem UN-Sicherheitsrat, der EU und den Menschenrechtsorganisationen der UN abstimmen.

Kommentare (10)

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touspourun

27.05.2012, 10:18 Uhr

Hallo Mainstream Presse. Ich fordere ein Ende der Nachrichten Ticker Propaganda für einen NATO Kriegseinsatz in Syrien. Gestern sind 8 Zivilisten in Afghanistan durch ein NATO Luftangriff ums Leben gekommen, Familie mit Kinder. Und das ist nur die Spitze des Eisberges dieses dreckigen Krieg. Wofür sterben Menschen in Afghanistan. Wo ist die Empörung?

Ben

27.05.2012, 10:27 Uhr

http://www.youtube.com/watch?v=59TuwUgDTv4&feature=player_embedded

Thomas-Melber-Stuttgart

27.05.2012, 10:31 Uhr

Nun, vielleicht klärt man erst einmal die Umstände in Hama auf. Die VN-Beobachtermission hat keine Schuldzuweisung vorgenommen. Ob bisher überhaupt gründlich untersucht werden konnte (Identifizierung und Obduktion der Opfer, Schadensausmaß) bleibt fraglich.

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