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02.05.2014

03:49 Uhr

Über eine Million Demonstranten

Kundgebungen in Sao Paulo richten sich gegen Rousseff

In São Paulo sind bei Mai-Kundgebungen über eine Million Menschen auf die Straße gezogen. Die Proteste richteten sich vor allem gegen die brasilianische Präsidentin Rousseff. Sie hatte vor kurzem angekündigt, zur Wiederwahl anzutreten.

Der Ärger der Demonstranten geht gegen Dilma Rousseff: Über eine Millionen Menschen zogen in Sao Paulo auf die Straßen. Reuters

Der Ärger der Demonstranten geht gegen Dilma Rousseff: Über eine Millionen Menschen zogen in Sao Paulo auf die Straßen.

BrasíliaAus Anlass des internationalen Kampftags vom 1. Mai sind am Donnerstag in der brasilianischen Wirtschaftsmetropole São Paulo mehr als eine Million Menschen auf die Straße gegangen. An der Demonstration für bessere Arbeitsbedingungen und gegen Sozialabbau beteiligten sich auch Spitzenpolitiker der oppositionellen Sozialdemokratischen Partei (PSDB) und der Sozialistischen Partei (PSB). Brasiliens zweitgrößte Gewerkschaft Força Sindical gab die Zahl der Demonstranten mit 1,2 Millionen an. Diese gingen mit der Staatspräsidentin Dilma Rousseff von der sozialistischen Arbeiterpartei (PT) teilweise hart ins Gericht.

Der Sozialdemokrat Aécio Neves (PSDB) und der Sozialist Eduardo Campos (PSB) kristisierten Rousseffs Ankündigung vom Mittwoch, im Oktober zur Wiederwahl anzutreten. Die Politikerin der Arbeiterpartei hatte erklärt, sie hoffe auf die Unterstützung aller an der Regierung beteiligten Parteien, sei aber nicht unter allen Umständen darauf angewiesen. Neves und Campos, die sich beide an der Großdemonstration beteiligten, sind Rousseffs Hauptkontrahenten bei der Präsidentschaftswahl.

Die Staatschefin kämpft seit Anfang des Jahres mit sinkenden Umfragewerten. Zwar bleibt sie weiter die Favoritin bei der Präsidentschaftswahl, doch ihre Beliebtheitsrate ist von 43,7 Prozent im Februar auf 37 Prozent im April eingebrochen. Es könnte daher zu einer Stichwahl gegen Neves oder Campos kommen. Diese legten in den Umfragen jeweils um mehrere Prozentpunkte zu.

Von

afp

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