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15.07.2013

14:34 Uhr

Über Kaesong

Gespräche Süd- und Nordkoreas über Kaesong erneut vertagt auf

Seit April ist das von Nord- und Südkorea gemeinsam genutzte Industriegebiet Kaesong geschlossen. Der Norden hatte alle seine Arbeiter abgezogen. Die Rivalen nähern sich wieder an – doch die Gespräche stocken.

Die beiden Verhandlungspartner, die über die Zukunft von Kaesong entscheiden werden: Kim Ki-woong (l.) für den Süden und Park Chol-su für den Norden. Reuters

Die beiden Verhandlungspartner, die über die Zukunft von Kaesong entscheiden werden: Kim Ki-woong (l.) für den Süden und Park Chol-su für den Norden.

SeoulSüd- und Nordkorea haben ihre Gespräche über die Wiedereröffnung des seit Monaten geschlossenen Industriegebiets Kaesong erneut ohne Ergebnis vertagt. Auch in der dritten Verhandlungsrunde in diesem Monat sei keine Einigung erzielt worden, sagte Südkoreas Chefunterhändler Kim Ki Woong nach dem Treffen am Montag. Für Mittwoch sei ein weiterer Gesprächstermin anberaumt worden.

Die Verhandlungen fanden in der seit 2004 betriebenen Industriezone statt, die auf nordkoreanischem Territorium rund zehn Kilometer von der schwer gesicherten Grenze zwischen beiden Staaten entfernt liegt. Pjöngjang hatte im April aus dem Industriegebiet, in dem rund 53.000 Nordkoreaner in 123 südkoreanischen Fabriken tätig waren, alle seine Arbeiter abgezogen. Grund war ein gemeinsames Militärmanöver Südkoreas mit den US-Streitkräften.

Im Mai war Seoul seinerseits gezwungen, die südkoreanischen Manager aus dem Gebiet abzuziehen. Bei einem Treffen Anfang Juli einigten sich beide Länder im Grundsatz darauf, das Gebiet wieder zu öffnen, doch seitdem gibt es kaum Fortschritte.

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Auch wenn die Gespräche ergebnislos blieben, stehen sie doch im Kontrast zu den monatelangen Spannungen und Kriegsdrohungen, mit denen Pjöngjang auf die Verhängung neuer UN-Sanktionen nach seinem dritten Atomtest im Februar reagiert hatte. Am Mittwoch bot Pjöngjang Gespräche auch über die Wiederaufnahme von Urlaubertouren in die Bergregion Kumgang und die Zusammenführung von durch den Korea-Krieg getrennte Familien an. Einen Tag später zog die Regierung das Angebot aber zurück, weil Seoul nur über letzteren Punkt reden wollte.

Von

afp

Kommentare (1)

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hanji

15.07.2013, 11:17 Uhr

Im Trailer ist von "den beiden Rivalen" die Rede. Das ist eine sonderbare Beschreibung der Beziehung. Die Rivalen Südkoreas heißen doch Japan, Deutschland und z.T. USA. Für Nordkorea empfindet der Süden nur Mitleid und Befremden. Man sollte besser von den "ungleichen Brüdern" sprechen.

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