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13.01.2014

07:31 Uhr

Übergangsabkommen

Erste Zahlungen an Iran im Februar

In einer Woche soll der Iran mit der Begrenzung seiner Urananreicherung beginnen. Obwohl viel Skepsis bleibt, sollen die ersten Zahlungen bereits kurz danach fließen.

Irans Außenminister Mohammad Javad Zarif peilt eine Dauerlösung im Uranstreit an. AFP

Irans Außenminister Mohammad Javad Zarif peilt eine Dauerlösung im Uranstreit an.

Washington/TeheranNach dem Zwischenabkommen zur Lösung des Atomstreits mit dem Iran sollen auch bald die ersten Gelder Richtung Teheran fließen. Am 1. Februar würden 550 Millionen Dollar freigegeben, berichtete die „Washington Post“ am Sonntag unter Berufung auf US-Quellen. Die sechs Tranchen würden bis Ende Juli ausgezahlt, erklärte der US-Sender Fox News. Dann sollten die eingefrorenen Öleinnahmen in Höhe von 4,2 Milliarden Dollar (gut drei Milliarden Euro) transferiert sein, hieß es unter Verweis auf einen hohen US-Beamten. Nach Angaben des iranischen Vizeaußenministers Abbas Aragchi wird Teheran in der ersten Phase die Urananreicherung auf 20 Prozent einstellen.

Ab Montag kommender Woche soll das Zwischenabkommen umgesetzt werden. Sowohl der Iran als auch die EU und die USA bestätigten am Sonntag, dass in Genf eine entsprechende Übereinkunft erzielt worden sei. US-Präsident Barack Obama würdigte die Abmachung als einen „konkreten Fortschritt“. Auch Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier sprach von einem „entscheidenden Schritt nach vorn“.

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In Kürze würden dann beide Seiten ihre Verhandlungen fortsetzen, um in der „Endphase“ zu einer endgültigen Einigung zu kommen, fügte Aragchi hinzu. Die Verhandlungen für eine Einigung in dieser Phase könnten schon in zwei bis drei Wochen beginnen. Über den Ort müsse noch entschieden werden, sagte der iranische Minister auf einer Pressekonferenz am Sonntag in Teheran.

Steinmeier sagte in einer am Sonntag in Berlin herausgegebenen Erklärung: „Nach vielen Jahren und schwierigen Verhandlungen ist es uns jetzt gelungen, erstmals eine belastbare Vereinbarung mit konkreten, transparenten und im Detail nachprüfbaren Schritten zur Beschränkung des iranischen Atomprogramms abzuschließen.“ Auf diesem Schritt könne man jetzt aufbauen.

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