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08.01.2005

10:16 Uhr

Überlebender in Aceh gefunden

Starke Nachbeben erschüttern die Katastrophenregion in Südasien

In der von der Flutwelle verwüsteten Region in Südasien hat die Erde am Samstag erneut gebebt. Bewohner der indischen Nikobaren und der indonesischen Provinz Aceh spürten die Stöße. In Aceh fanden Retter nach elf Tagen einen Überlebenden.

HB BERLIN. Nachbeben machen den Überlebenden in der südasischen Katastrophenregion zu schaffen. Am Samstag erschütterte ein Beben der Stärke 5,2 auf der Richterskala die größtenteils zerstörten Nikobaren in Südindien. Berichte über mögliche Opfer gab es nicht.

Eine Serie von Nachbeben war auch in der indonesischen Provinz Aceh zu spüren. Am Freitag und Samstag registrierten indonesische Seismologen mindestens 14 Erdstöße unter dem Indischen Ozean. Das stärkste Nachbeben wurde mit 5,4 auf der Richterskala angegeben. Menschen in der Provinzhauptstadt Banda Aceh hätten besorgt, aber ohne Panik reagiert, wie ein Sprecher der Geophysischen Agentur Indonesiens mitteilte.

Eine positive Nachricht ging am Samstag durch die indonesischen Medien: Elf Tage nach der Flutkatastrophe wurde in der Provinz Aceh ein 70-Jähriger lebend aus den Trümmern seines Hauses geborgen. Muhammad Zaini sei extrem geschwächt gewesen, als Helfer ihn entdeckt hätten, meldete die Zeitung «Kompas» am Samstag.

Ein Sanitäter sagte, der Vater von sechs Kindern habe überlebt, weil Wasser zu ihm durchsickerte. «Die Erde bebte, und die Wände des Hauses stürzten zusammen. Vermutlich wäre ich vom Wasser davongerissen worden, aber eine Mauer fiel auf mich und hielt mich gefangen», sagte Zaini dem Blatt. «Seitdem kann ich mich an nichts mehr erinnern oder wie ich überlebt habe. Ich habe nur das Wasser getrunken, das um mich herum war, weil ich mich nicht bewegen konnte.»

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