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23.04.2012

22:32 Uhr

Uganda

Obama: Jagd auf Kony geht weiter

Der Kampf gegen den ugandischen Rebellenführer Joseph Kony geht weiter. Barack Obama hat die US-Mission zur Jagd gegen Kony verlängert. Obama will die "Plage" der Rebellengruppe LRA beenden.

Joseph Kony ist der Befehlshaber der ugandischen "Widerstandsarmee des Herrn" (LRA). AFP

Joseph Kony ist der Befehlshaber der ugandischen "Widerstandsarmee des Herrn" (LRA).

WashingtonUS-Präsident Barack Obama hat eine Verlängerung der Militärmission zur Jagd auf den ugandischen Rebellenführer Joseph Kony angekündigt. Obama erklärte am Montag in Washington, dass rund einhundert US-Spezialkräfte auch weiterhin die ugandische Armee im Kampf gegen Kony und seine Rebellengruppe Lord's Resistance Army (LRA) unterstützen würden.

Der Präsident hatte die Mission im vergangenen Oktober gebilligt. Nach einer Überprüfung habe er sich zu der Verlängerung entschlossen, sagte Obama in einer Rede im Holocaust-Museum in Washington. Der Einsatz der Spezialkräfte sei Teil der US-Strategie, die "Plage" der LRA zu beenden und den "verrückten" Kony zur Rechenschaft zu ziehen. Der Präsident beschwor eine "Zukunft, in der kein afrikanisches Kind von seiner Familie gestohlen, kein Mädchen vergewaltigt und kein Junge zum Kindersoldaten gemacht wird".

Der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag sucht Kony wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit, darunter Mord, Vergewaltigung und Zwangsrekrutierung von Kindersoldaten.

Die LRA wurde Ende der 80er Jahre gegründet, um für die Interessen der nordugandischen Volksgruppe der Acholi zu kämpfen. Heute gilt sie als eine der brutalsten Rebellengruppen der Welt und ist vor allem im Nordosten der Demokratischen Republik Kongo, im Südsudan und in Zentralafrika aktiv.

Vergangenen Monat bescherte ein millionenfach angeklicktes Internetvideo der Kinderhilfsorganisation Invisible Children der Verfolgung von Kony weltweite Aufmerksamkeit. Den Machern wurde allerdings vorgeworfen, eine vereinfachende und veraltete Sicht auf die LRA und den Konflikt in Uganda zu vertreten.

Von

afp

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