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03.05.2014

04:24 Uhr

Ukraine

Dutzende Tote nach „krimineller Brandstiftung“

Die Krise weitet sich in den Süden aus: In der Hafenstadt Odessa steht ein Gewerkschaftshaus in Flammen. Zuvor lieferte sich die Armee mit Russland-Unterstützern bewaffnete Kämpfe. Washington droht mit neuen Sanktionen.

Dutzende starben bei einem Feuer in einem Gewerkschaftsgebäude. ap

Dutzende starben bei einem Feuer in einem Gewerkschaftsgebäude.

Slawjansk/WashingtonDer Konflikt in der Ukraine spitzt sich immer weiter zu. In dem bisher vergleichsweise ruhigen Odessa am Schwarzen Meer starben am Freitag nach Polizeiangaben mindestens 31 Menschen, als ein Gewerkschaftsgebäude in Flammen aufging. Schon zuvor waren in der Stadt vier Menschen bei Kämpfen zwischen prorussischen Aktivisten und Anhängern der Regierung getötet worden.

Ukrainische Sicherheitskräfte hatten am Morgen im Osten des Landes eine Offensive begonnen und sich heftige Gefechte mit Separatisten geliefert. Nach Angaben der Regierung schossen Aufständische zwei Hubschrauber ab, zwei Soldaten starben. Auch unter den Rebellen gab es Tote. In Washington riefen Bundeskanzlerin Angela Merkel und US-Präsident Barack Obama Russland erneut auf, zu einer Beilegung der Krise beizutragen. Russland erklärte indes, nach der ukrainische Offensive sei das Genfer Abkommen zur friedlichen Lösung der Krise Geschichte.

Liveblog zum Nachlesen: Zahlreiche Tote bei Offensive gegen Rebellen

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Zahlreiche Tote bei Offensive gegen Rebellen

Die ukrainische Armee greift die Separatisten-Hochburgen an. Die prorussischen Kräfte schlagen zurück. In der östlichen Stadt Slawjansk herrscht der Ausnahmezustand. Der Kreml will eine Sitzung des UN-Sicherheitsrats.

In Odessa starben der Polizei zufolge einige Menschen, als sie aus dem brennenden Gebäude sprangen. Andere erlagen Rauchvergiftungen. Nach den Ausschreitungen im Verlauf des Tages hatte die Polizei am Abend gemeldet, ein Gewerkschaftshaus sei in Brand gesteckt worden. Über die Täter wurde zunächst nichts bekannt. Zunächst hatte die Polizei von 38 Todesopfern berichtet. Sie revidierte die Zahl jedoch später auf 31. Das überwiegend von russisch sprechenden Menschen bewohnte Odessa liegt unweit der Krim-Halbinsel, deren umstrittener Anschluss an Russland im März die Ukraine-Krise weiter eskalieren ließ.

Die US-Regierung hat die Gewalt in der ukrainischen Schwarzmeerstadt Odessa am Freitag an „unannehmbar“ verurteilt. In einer Erklärung des US-Außenministeriums wurden zugleich die Ukraine und Russland aufgefordert, gemeinsam „Ruhe, Gesetz und Ordnung“ wiederherzustellen. „Die Gewalt und das Chaos, das zu so vielen sinnlosen Toten und Verletzten geführt haben, sind inakzeptabel“, erklärte die stellvertretende Außenamtssprecherin Marie Harf.

Kommentare (2)

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02.05.2014, 20:10 Uhr

Was für ein Wahnsinn! Wann hören die Ami's endlich auf mit ihrem Säbelrasseln. Hat die amerikanische Rüstungsindustrie wieder nicht genug verdient? Klar, mit Afghanistan ist in Kürze Schluss, in Syrien ist nicht genügend Potential, die Israelis trauen sich nicht richtig, den Iran kann man ohne vorgeschobene Gründe nicht bekriegen, usw. Also kommt ihnen der Ukraine-Konflikt wie gerufen! Und dann ziehen sie ganz Europa mit in den Sumpf! Verdammte Yankees.

Account gelöscht!

02.05.2014, 20:12 Uhr

wenn Merkel von Obama wierderkommt würde es mich nicht wundern, wenn die Mobilmachung ausgerufen wird.

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