Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

06.02.2015

09:42 Uhr

Ukraine

Eintägige Feuerpause für Debalzewe vereinbart

Die Konfliktparteien in der Ukraine haben sich auf einen eintägigen Waffenstillstand rund um die umkämpfte Stadt Debalzewe geeinigt. Während der Feuerpause sollen Zivilisten aus der Gegend in Sicherheit gebracht werden.

Mit diesen Bussen sollen die Einwohner von Debalzewe in der Ostukraine evakuiert werden. Reuters

Flucht aus Debalzewe

Mit diesen Bussen sollen die Einwohner von Debalzewe in der Ostukraine evakuiert werden.

Donezk/BerlinDie Konfliktparteien in der Ukraine haben sich auf einen kurzzeitigen Waffenstillstand rund um die umkämpfte Stadt Debalzewe geeinigt. Während der Feuerpause am Freitag sollten Zivilisten aus der Gegend in Sicherheit gebracht werden, sagte der Polizeichef der Region Donezk, Wjatscheslaw Abroskin, der Nachrichtenagentur AFP. Die prorussischen Rebellen vermeldeten über ihre Nachrichtenagentur, die Feuerpause solle von 9 bis 16 Uhr deutscher Zeit gelten.

Der strategisch wichtige Bahnknotenpunkt zwischen Donezk und Lugansk ist seit über einer Woche heftig umkämpft. Bislang wird die Stadt von der ukrainischen Armee kontrolliert. Die Rebellen versuchen, die ukrainischen Truppen dort einzuschließen.

In der Friedensmission von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Frankreichs Präsident François Hollande sieht der Vorsitzende der Münchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger „einen letzten entschlossenen Versuch“ für eine Waffenruhe in der Ukraine. Die Mission sei daher „durchaus mutig“, sagte Ischinger am Freitag im ZDF-„Morgenmagazin“. Sollten beide „mit leeren Händen zurückkommen“, werde sich die Lage weiter verschlechtern. Das Ziel der Initiative sei es, den Friedensplan von Minsk doch noch umzusetzen oder ihn zu ergänzen. Bislang seien die Verabredungen aber regelmäßig gebrochen worden.

Ukraine: Die Heimatfront bröckelt

Ukraine

Premium Die Heimatfront bröckelt

Die Stimmung bei den Ukrainern schwankt zwischen Wut und Verzweiflung. Viele beklagen sich über fehlende Reformen und die weiterhin schlechte Ausrüstung der Armee. Auch in der Wirtschaft wächst der Unmut.

Merkel und Hollande hatten sich am Donnerstag in Kiew mit dem ukrainischen Staatschef Petro Poroschenko getroffen. Thema des Gesprächs war ein neuer deutsch-französischer Vorschlag zur Beilegung der Krise. Poroschenko erklärte anschließend, er sehe Anlass zur Hoffnung auf einen Waffenstillstand. Am Freitag setzen Merkel und Hollande ihre diplomatische Offensive in Moskau fort.

Der Konflikt in der Ukraine ist eines der Hauptthemen der Münchner Sicherheitskonferenz, die am Freitag in der bayerischen Landeshauptstadt beginnt. Neben Merkel und Poroschenko nehmen auch US-Vizepräsident Joe Biden und Russlands Außenminister Sergej Lawrow an der Konferenz teil. Eröffnet werden die Debatten von Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) und Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg.

Von

afp

Kommentare (2)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Herr Wolfgang Müller

06.02.2015, 10:22 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

Herr Teito Klein

06.02.2015, 18:26 Uhr

Waffenstillstand?
--------------
Den haben die Separatisten (Terroristen) noch nie eingehalten.
Sie haben gerade erst die Generalmobilmachung ausgerufen. Sie wollen 100.000 "Freiwillige" aktivieren.
Auch Warlord Putin hat kein Interesse an einen Waffenstillstand.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×