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30.11.2014

16:46 Uhr

Ukraine

Erneut Militärkonvoi aus Russland eingedrungen

Russland soll wieder einen Militärkonvoi in die Ukraine geschickt haben. Das behauptet die ukrainische Armee. Derweil mehren sich die Kämpfe am Flughafen in Donezk und in der Frontstadt Mariupol.

Rebellen entladen einen russischen Truck. Die Ukraine wirft Moskau vor, die Rebellen militärisch zu unterstützen. ap

Rebellen entladen einen russischen Truck. Die Ukraine wirft Moskau vor, die Rebellen militärisch zu unterstützen.

KiewDie Ukraine wirft Russland erneut Waffenlieferungen für die Separatisten im Osten des Landes vor. Ein Konvoi aus 106 Fahrzeugen habe ohne Erlaubnis die Grenze überquert, erklärte die ukrainische Armee am Sonntag. Die Regierung in Moskau nutze humanitäre Lieferungen, um die Rebellen mit Waffen und Munition zu versorgen.

Seit Mitte August sei dies der achte Konvoi aus Russland, berichtete die russische Nachrichtenagentur RIA unter Berufung auf das Ministerium für Katastrophenschutz. Unterdessen nahmen einem Augenzeugen zufolge die Kämpfe am Flughafen der von Separatisten gehalten Stadt Donezk am Wochenende zu.

Auch in der Frontstadt Mariupol seien die ukrainischen Stellungen erneut unter Beschuss der Rebellen gekommen, sagte ein Armeesprecher. Demnach kamen innerhalb von 24 Stunden drei ukrainische Soldaten und eine Zivilistin ums Leben.

Die ukrainischen Parteien und ihre Köpfe

Petro-Poroschenko-Block

Die Parlamentswahl soll der krisengeschüttelten Ukraine an diesem Sonntag eine stabile Regierung bringen. Wegen der Gefechte im Osten werden aber vorerst nur 424 der 450 Sitze in der Obersten Rada in Kiew vergeben, es gilt die Fünfprozenthürde. Um 225 Sitze bewerben sich 29 Parteien mit mehr als 3000 Kandidaten, die restlichen 199 Mandate werden per Direktwahl bestimmt. Stimmberechtigt sind gut 36 Millionen Bürger. Die aussichtsreichsten Parteien im Überblick.

PETRO-POROSCHENKO-BLOCK: „Zeit für Einigkeit“ ist der Slogan der neu gebildeten Partei von Präsident und Namensgeber Petro Poroschenko. Sie liegt in Umfragen weit vorne. Spitzenkandidat ist der Kiewer Bürgermeister Vitali Klitschko, der einen Wechsel vom Rathaus ins Parlament bisher kategorisch ausschließt. Vizeregierungschef Wladimir Groisman auf Listenplatz Vier gilt als Vertrauter von Poroschenko und wird als dessen Favorit für das Ministerpräsidentenamt gehandelt.

Oppositionsblock Silnaja Ukraina

Vertreter der bis zum Machtwechsel im Februar regierenden Partei der Regionen treten getrennt an. Ex-Vizeministerpräsident Juri Boiko muss mit dem Oppositionsblock um den Einzug bangen. Sicher im Parlament dürfte dagegen der ehemalige Sozialminister und Vizeregierungschef Sergej Tigipko mit seiner wiederbelebten Kraft Silnaja Ukraine (Starke Ukraine) sein.

 

Swoboda

Den Rechtsradikalen um Parteiführer Oleg Tjagnibok werden in Umfragen nur geringe Chancen für einen Wiedereinzug gegeben.

Vaterlandspartei

Die Partei von Ex-Ministerpräsidentin Julia Timoschenko hat sich nach dem Weggang „altgedienter Kader“ verjüngt. Listenplatz Eins trat Timoschenko demonstrativ an die Militärpilotin Nadeschda Sawtschenko ab, die in Russland wegen Mordverdachts im Gefängnis sitzt. Kiew wirft Moskau politische Motive in dem Fall vor.

Radikale Partei

Frontmann ist der Abgeordnete Oleg Ljaschko. Sein Markenzeichen ist eine Heugabel, mit der er Kiew „ausmisten“ will.

Narodny Front

Ganz auf Regierungschef Arseni Jazenjuk zugeschnitten ist der Wahlkampf der neugegründeten Volksfront. Auf ihrer Liste stehen viele Kabinettsmitglieder, etwa Innenminister Arsen Awakow. Auch Parlamentspräsident Alexander Turtschinow und der frühere Sicherheitsratschef Andrej Parubij sowie Journalisten und Frontkämpfer stehen Jazenjuk zur Seite. Viele Spitzenkandidaten arbeiteten früher in der Vaterlandspartei von Julia Timoschenko.


Im Osten der Ukraine tobt seit Monaten ein Konflikt zwischen der Regierung in Kiew und prorussischen Separatisten. Die Gewalt hält trotz einer im September vereinbarten Waffenruhe an. Die Ukraine wirft Russland vor, die Rebellen militärisch zu unterstützen. Die Moskauer Regierung weist dies zurück.

Von

rtr

Kommentare (2)

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Herr Thomas Podgacki

01.12.2014, 08:17 Uhr

Die Ukraine wirft Russland vor, die Rebellen militärisch zu unterstützen. Die Moskauer Regierung weist dies zurück

Eben was der normale russische Solat im Ukraineurlaub so braucht.

Schönen Tag noch.

Herr reiner tiroch

01.12.2014, 11:24 Uhr

die falschen täglichen Meldungen der Ukraine langweilen mich. es dauert nie lange, und die Nato bestätigt mal wieder alles artig. es eilt wirklich schon so sehr mit krieg, gell?

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